Baden-Baden Sehenswürdigkeiten: Die 20 schönsten Highlights
Welche Sehenswürdigkeiten in Baden-Baden lohnen sich wirklich? Wir zeigen dir unsere liebsten Highlights und die schönsten Orte für deinen Besuch.
Baden-Baden ist berühmt für seine Thermalbäder, das Casino und das elegante Kurhaus. Doch was den Kurort für uns besonders macht, ist die Mischung aus eleganter Architektur, viel Grün und der Lage am Rand des Schwarzwalds.
Seit 2021 gehört Baden-Baden als Teil der „Great Spa Towns of Europe“ zum UNESCO-Welterbe. In diesem Guide zeigen wir dir die schönsten Sehenswürdigkeiten, unsere persönlichen Lieblingsorte und einen Rundgang für einen perfekten Tag in der Kurstadt. Außerdem findest du bei uns viele weitere Reisetipps für Baden-Württemberg.
Das erwartet dich
- Historische Altstadt, Kurhaus und fast 2.000 Jahre Badekultur
- Unsere persönlichen Lieblingsorte und ehrlichen Empfehlungen
- Friedrichsbad oder Caracalla Therme? Unsere Entscheidungshilfe
- Die schönsten Spaziergänge und Aussichtspunkte
- Viele Highlights kannst du kostenlos und zu Fuß entdecken.
- 1 Tag für die wichtigsten Sehenswürdigkeiten, 2 Tage für einen entspannten Besuch
- Hoteltipp: Hotel Huber’s
Noch mehr Baden-Württemberg? In unserem Baden-Württemberg-Guide findest du alle unsere Reisetipps, Reiseziele und Guides für das Bundesland auf einen Blick.
Karte aller Baden-Baden Sehenswürdigkeiten
Auf unserer Karte findest du alle Sehenswürdigkeiten in Baden-Baden auf einen Blick. So erkennst du schnell, welche Attraktionen sich gut miteinander verbinden lassen.
Sehenswürdigkeiten in der Altstadt von Baden-Baden
Unser Rundgang durch Baden-Baden startet mitten in der Altstadt. Zwischen verwinkelten Gassen, kleinen Plätzen und ziemlich vielen Treppen geht es langsam hinauf Richtung Florentinerberg. Der Aufstieg ist es wert: Unterwegs hast du immer wieder richtig schöne Ausblicke über die Stadt.

1. Stiftskirche Baden-Baden
Das musst du wissen: Die Stiftskirche steht am Marktplatz auf dem Florentinerberg und ist das älteste durchgehend genutzte Gebäude der Stadt. Im Inneren sind vor allem das große Kruzifix von Nikolaus Gerhaert von Leyden aus dem Jahr 1467 und die Grabmäler der Markgrafen von Baden sehenswert.
Warum lohnt es sich? Schon die Lage macht die Stiftskirche zu einem schönen Stopp auf dem Rundgang durch die Altstadt. Vor der Kirche öffnet sich der Marktplatz, rundherum liegen ein paar Cafés und Restaurants – und von hier geht es weiter hinauf Richtung Neues Schloss.
Unser Tipp: Du möchtest den Weg hinauf nicht zu Fuß gehen? Direkt am Marktplatz gibt es Parkplätze. Parkticket nicht vergessen. Bei unserem Besuch wurde gerade kontrolliert und direkt ein Knöllchen verteilt.

2. Florentinerberg & Terrasse am Neuen Schloss
Das musst du wissen: Als Florentinerberg werden die Terrassengärten zwischen Marktplatz und Neuem Schloss bezeichnet. Ihren Namen verdanken sie Weinreben aus Florenz, die hier im 17. Jahrhundert angebaut wurden. Das Neue Schloss ist heute in Privatbesitz und nicht öffentlich zugänglich.
Warum lohnt es sich? Für uns gehört der Florentinerberg zu den schönsten Ecken der Altstadt. Über die Schlossstaffeln erreichst du die Terrasse am Neuen Schloss. Von hier blickst du über die Stiftskirche und das Bäderviertel bis in die Hügel des Schwarzwalds.
Unser Tipp: Lauf über die Schlossstaffeln bis ganz nach oben zur Terrasse am Neuen Schloss. Von hier wirkt Baden-Baden noch einmal ganz anders als unten in der Altstadt.

3. Wasserkunstanlage Paradies
Das musst du wissen: Das Paradies in Baden-Baden ist eine historische Wasserkunstanlage am Hang des Annabergs. Max Laeuger ließ sich von italienischen Gärten des 16. Jahrhunderts inspirieren – wie man sie etwa von der berühmten Villa d’Este bei Rom kennt. 1925 wurde die Anlage eingeweiht.
Warum lohnt es sich? Wasser, Treppen und Terrassen ziehen sich schnurgerade den Hang hinauf, immer wieder mit schönen Ausblicken über die Stadt. Gerade die strenge Gartenarchitektur macht das Paradies für uns zu einem der ungewöhnlichsten Orte Baden-Badens.
Unser Tipp: Falls du mit dem Auto unterwegs bist, findest du oben an der Friedrichshöhe Parkmöglichkeiten. Von dort bist du direkt am oberen Ende der Anlage.
Die schönsten Sehenswürdigkeiten in der Innenstadt von Baden-Baden
Rund um das Kurhaus liegen einige der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Baden-Badens dicht beieinander. Das Casino befindet sich direkt im Kurhaus, Kurgarten und Trinkhalle liegen gleich daneben. Zum Festspielhaus brauchst du von hier zu Fuß eine knappe Viertelstunde oder fünf Minuten mit dem Bus.

4. Kurhaus Baden-Baden & Kurgarten
Das musst du wissen: Das klassizistische Kurhaus ist eines der Wahrzeichen von Baden-Baden. Direkt davor liegen der Kurgarten und die Kurhaus-Kolonnaden. Im Gebäude selbst befindet sich das Casino.
Warum lohnt es sich? Schon die Kulisse rund um das Kurhaus ist besonders: Säulen, gepflegte Grünanlagen und ziemlich viel Grandezza. Uns gefällt vor allem, dass Kurhaus, Kurgarten und Kolonnaden ein zusammenhängendes Ensemble bilden und du mittendrin statt nur davor stehst.
Unser Tipp: Für eine Pause in den Kolonnaden mochten wir besonders die Kaffeerösterei Rubin und die Kurhaus Eismanufaktur No.1 – je nachdem, ob dir eher nach Kaffee oder Eis ist.
5. Casino Baden-Baden
Das musst du wissen: Das Casino befindet sich im Kurhaus und ist vor allem wegen seiner opulenten Innenräume sehenswert. Kronleuchter, Goldverzierungen und reich dekorierte Säle erinnern eher an einen Palast als an eine Spielbank.
Warum lohnt es sich? Auch wenn du mit Roulette und Blackjack nichts anfangen kannst, würden wir das Casino nicht auslassen. Für uns ist hier tatsächlich das Gebäude der Star und einer der Orte, an denen du am besten verstehst, woher Baden-Badens mondäner Ruf kommt.
Praktische Infos: Für den klassischen Spielbereich musst du mindestens 21 Jahre alt sein und deinen Personalausweis oder Reisepass im Original mitbringen. Außerdem gilt ein Dresscode: Herren benötigen ein Sakko. Falls du spontan vorbeikommst, kannst du vor Ort eines ausleihen.
Unser Tipp:
Wenn du gar nicht spielen möchtest, buch eine Führung durch das Casino am Vormittag. Dabei kannst du dir die historischen Spielsäle außerhalb des Spielbetriebs ansehen. Die Einlassregeln des regulären Spielbetriebs gelten für diese Führung nicht und du brauchst auch keinen Ausweis.
6. Trinkhalle Baden-Baden
Das musst du wissen: Der Name der Trinkhalle ist wörtlich gemeint. Früher kamen Kurgäste hierher, um Thermalwasser zu trinken und dabei durch den Wandelgang zu spazieren. Aus dem Brunnen fließt noch heute Thermalwasser, als Trinkwasser ist es allerdings nicht freigegeben.
Warum lohnt es sich? Für die Trinkhalle brauchst du nicht viel Zeit. Uns hat vor allem der rund 90 Meter lange Säulengang gefallen. Seine Wandbilder erzählen Sagen aus dem Schwarzwald und machen ihn zu einem der schönsten Fotomotive rund um das Kurhaus.
Unser Tipp: Schau auch in den Brunnensaal. Dort siehst du das Thermalwasser, dem die Trinkhalle überhaupt ihren Namen verdankt.

7. Festspielhaus Baden-Baden
Das musst du wissen: Mit 2.500 Plätzen ist das Festspielhaus Deutschlands größtes Opernhaus. Ungewöhnlich ist die Architektur: Der historische Bahnhof wurde in den Neubau integriert und dient heute als Eingang.
Warum lohnt es sich? Ganz ehrlich: Nur für die Außenansicht würden wir keinen großen Umweg machen. Interessant wird das Festspielhaus vor allem, wenn du ein Konzert besuchst oder einen Blick hineinwerfen kannst. Besonders ist die Verbindung aus historischem Bahnhof und modernem Opernhaus.
Unser Tipp: Direkt beim Festspielhaus können wir dir das 87 Mamma Lina empfehlen. Wir mochten vor allem die Pizza – und bei gutem Wetter sitzt du richtig schön auf der großen Terrasse. Zur gleichen 87GROUP gehört auch Little Lina’s an der Fieserbrücke, eine gute Adresse für Frühstück, Pinsa und Drinks.
Das historische Bäderviertel
Baden-Badens Geschichte als Kurstadt reicht bis zu den Römern zurück. Rund um den Römerplatz kannst du heute fast 2.000 Jahre Badekultur auf wenigen Metern erleben: Unter der Erde findest du die Reste der römischen Bäder, darüber das historische Friedrichsbad und gleich nebenan die moderne Caracalla Therme.
8. Friedrichsbad Baden-Baden
Das musst du wissen: Das Friedrichsbad wurde 1877 eröffnet und funktioniert anders als eine klassische Therme. Statt selbst von Becken zu Becken zu ziehen, folgst du einem festen Baderitual mit 17 Stationen – inklusive Heißluftbädern, Thermalwasser und dem großen Kuppelbad.
Warum lohnt es sich? Wenn wir uns für eines der beiden Thermalbäder entscheiden müssten, würden wir das Friedrichsbad nehmen. Nicht unbedingt, weil es entspannter ist, sondern weil du hier tatsächlich ein Stück Baden-Badener Badekultur erlebst – und das in Räumen, die teilweise direkt über den römischen Badeanlagen stehen.
Gut zu wissen: Normalerweise badest du im Friedrichsbad ohne Badekleidung. Mittwochs und samstags sind Textil-Badetage. Falls du die traditionelle Seifenbürstenmassage ausprobieren möchtest, komm dagegen an einem textilfreien Badetag – sie wird nur dann angeboten.
Unser Tipp: Achte im Friedrichsbad auf die Überreste der römischen Soldatenbäder. Durch Glasscheiben kannst du Teile der antiken Fußboden- und Wandheizung sehen – ein Detail, an dem man die fast 2.000 Jahre Badekultur an diesem Ort plötzlich ziemlich gut versteht.

9. Caracalla Therme
Das musst du wissen: Die Caracalla Therme ist das moderne Gegenstück zum Friedrichsbad. Auf rund 5.000 Quadratmetern findest du verschiedene Thermalbecken im Innen- und Außenbereich, Dampfbäder, Ruhezonen und eine große Saunalandschaft.
Warum lohnt es sich? Wenn du einfach ein paar entspannte Stunden im Thermalwasser verbringen möchtest, würden wir die Caracalla Therme wählen. Hier gibt es keinen festen Badeablauf – du entscheidest selbst, ob du lieber draußen im warmen Wasser liegst, zwischen den Becken wechselst oder in die Sauna gehst.
Friedrichsbad oder Caracalla Therme? Für das besondere Baden-Baden-Erlebnis würden wir das Friedrichsbad wählen. Für einen klassischen Wellnesstag mit mehr Freiheit, verschiedenen Becken und Außenbereich ist die Caracalla Therme für uns die bessere Wahl.
Wichtig für deinen Besuch: In der Thermenlandschaft ist Badekleidung Pflicht. Die separate Saunalandschaft ist dagegen textilfrei.

10. Römische Badruinen
Das musst du wissen: Unter dem Römerplatz zwischen Friedrichsbad und Caracalla Therme liegen die Überreste einer rund 2.000 Jahre alten römischen Badeanlage. Die Ruinen wurden 1847 entdeckt und zeigen, wie früh die heißen Quellen hier bereits genutzt wurden.
Warum lohnt es sich? Nach dem Besuch siehst du Friedrichsbad und Caracalla Therme mit anderen Augen. Baden-Badens Badekultur wurde schließlich nicht für Touristen erfunden – schon die Römer bauten hier ihre Thermen.
Unser Tipp: Schau dir die Badruinen vor deinem Thermenbesuch an. Erst unter die Erde zu den römischen Bädern und anschließend selbst ins Thermalwasser zu steigen, ist für uns die beste Reihenfolge.
Lichtentaler Allee & Museen
Die Lichtentaler Allee ist für uns eine der schönsten Ecken von Baden-Baden und definitiv ein Ort, für den du etwas mehr Zeit einplanen solltest. Entlang der Oos spazierst du vom Zentrum bis zum Kloster Lichtenthal, vorbei am Museum Frieder Burda, der Kunsthalle und der Gönneranlage.
11. Lichtentaler Allee
Das musst du wissen: Die Lichtentaler Allee zieht sich entlang der Oos durch Baden-Baden und verbindet das Zentrum mit dem Kloster Lichtenthal. Unterwegs kommst du an alten Bäumen, Parks, Villen und mehreren Museen vorbei. Du kannst hier kostenlos und rund um die Uhr spazieren gehen.
Warum lohnt es sich? Für uns ist die Lichtentaler Allee weniger eine einzelne Sehenswürdigkeit als einer der schönsten Spaziergänge in Baden-Baden. Du bist mitten im Geschehen und trotzdem fast die ganze Zeit im Grünen – und viele der nächsten Highlights liegen direkt am Weg.
Unser Tipp: Dreh nach den Museen nicht gleich wieder um. Wenn du Zeit hast, lauf weiter über die Gönneranlage bis zum Kloster Lichtenthal. Im Spätsommer solltest du unterwegs auch einen Abstecher in den Dahliengarten machen.

12. Museum Frieder Burda
Das musst du wissen: Das Museum Frieder Burda liegt direkt an der Lichtentaler Allee und zeigt wechselnde Ausstellungen zur modernen und zeitgenössischen Kunst. Sehenswert ist auch der helle Bau von Richard Meier, bei dem große Glasflächen immer wieder den Blick in den Park öffnen.
Warum lohnt es sich? Ob der Eintritt für dich das Geld wert ist, hängt stärker als bei vielen anderen Sehenswürdigkeiten vom aktuellen Programm ab. Deshalb würden wir das Museum nicht automatisch einplanen, sondern vorher schauen, welche Ausstellung während deines Besuchs läuft.
Unser Tipp: Check auch das Programm der Kunsthalle direkt nebenan. Beide Häuser sind sogar durch eine gläserne Brücke miteinander verbunden – und wenn dich die Ausstellungen in beiden interessieren, gibt es ein Kombiticket.

13. Staatliche Kunsthalle Baden-Baden
Das musst du wissen: Die Staatliche Kunsthalle liegt direkt neben dem Museum Frieder Burda und zeigt wechselnde Ausstellungen zur internationalen Gegenwartskunst. Eine eigene Sammlung besitzt sie nicht. Spannend ist auch der Kontrast der beiden Häuser: hier die Kunsthalle von 1909, direkt daneben der moderne Bau von Richard Meier.
Warum lohnt es sich? Ob Burda oder Kunsthalle besser zu dir passt, hängt vor allem vom aktuellen Programm ab. Wir würden deshalb nicht automatisch ins bekanntere Museum gehen, sondern vorher schauen, welche Ausstellung uns mehr interessiert.
Unser Tipp: Zwei Kunstmuseen direkt hintereinander wären uns persönlich zu viel. Wenn du kein großer Kunstfan bist, such dir lieber eines aus und verbring die restliche Zeit draußen im Grünen.

14. Gönneranlage
Das musst du wissen: Die Gönneranlage liegt direkt an der Lichtentaler Allee und ist vor allem für ihren Rosengarten bekannt. Rund um den Josefinenbrunnen wachsen mehr als 11.000 Rosenstöcke in etwa 300 Sorten. Der Eintritt ist kostenlos.
Warum lohnt es sich? Uns hat vor allem der Kontrast zur weitläufigen Parklandschaft entlang der Oos gefallen. Hier erwarten dich streng geschnittene Hecken und geometrische Beete. Besonders schön ist die Anlage, wenn die Rosen blühen.
Unser Tipp: Wenn du zur Rosenblüte in Baden-Baden bist, würden wir den kurzen Abstecher auf jeden Fall einplanen. Außerhalb der Blüte gehört die Gönneranlage für uns dagegen nicht zu den absoluten Must-sees.

15. Dahliengarten
Das musst du wissen: Der Dahliengarten liegt direkt an der Lichtentaler Allee und zeigt sich vor allem im Spätsommer von seiner besten Seite. Dann blühen hier zahlreiche Dahliensorten in unterschiedlichsten Farben und Formen. Der Besuch ist kostenlos.
Warum lohnt es sich? Wir sind bei unserem Spaziergang durch den Park eher nebenbei im Dahliengarten gelandet – und genau so würden wir ihn auch einplanen. Kein großes Highlight, für das du extra herkommen musst, aber ein richtig schöner Abstecher, wenn die Dahlien gerade blühen.
Unser Tipp: Schau nach den kleinen Namensschildern an den Dahlien. Jedes Jahr können Besucher für ihre Lieblingssorte abstimmen – am Ende der Saison wird eine Gewinner-Dahlie gekürt.

16. Kloster Lichtenthal
Das musst du wissen: Das Kloster Lichtenthal wurde 1245 gegründet und ist bis heute ein aktives Zisterzienserinnenkloster. Seit fast 800 Jahren leben und arbeiten hier Nonnen – eine ziemlich beeindruckende Kontinuität.
Warum lohnt es sich? Für uns ist das Kloster vor allem das perfekte Ziel für den Spaziergang über die Lichtentaler Allee. Nach Museen, Villen und Parkanlagen wird es hier deutlich ruhiger – und du hast tatsächlich das Gefühl, am Ziel angekommen zu sein.
Unser Tipp: Probier im Café Lumen im Klosterhof unbedingt die Zimtschnecken. Die sind längst über das Kloster hinaus bekannt und schmecken nach dem Spaziergang gleich noch besser.
Die schönsten Aussichtspunkte in Baden-Baden
Für die schönsten Panoramen musst du das Zentrum ein Stück hinter dir lassen. Welcher Aussichtspunkt am besten zu dir passt, hängt vor allem davon ab, wie viel Zeit du hast: Auf den Merkur bringt dich die Bergbahn, beim Alten Schloss wartet zusätzlich eine Burgruine und am Battert wird daraus eine kleine Wanderung.

17. Merkur & Merkurbergbahn
Das musst du wissen: Der 668 Meter hohe Merkur ist der Hausberg von Baden-Baden. Du kannst hinaufwandern oder die Merkurbergbahn nehmen, die mit bis zu 58 Prozent Steigung ziemlich spektakulär den Berg hochfährt. Oben wartet mit dem Merkurturm noch einmal ein Aussichtspunkt über dem Gipfel.
Warum lohnt es sich? Wenn du möglichst weit schauen möchtest, ohne dafür lange zu wandern, würden wir den Merkur wählen. Vom Gipfel reicht der Blick über die Dächer bis weit in den Schwarzwald und die Rheinebene – bei guter Sicht sogar bis zu den Vogesen.
Unser Tipp: Fahr mit der Merkurbergbahn hoch, aber nicht gleich wieder zurück. Rund um den Gipfel gibt es kurze Spazierwege und Liegestühle, außerdem kannst du im Merkurstüble einkehren. Wir würden deshalb etwas Zeit für oben einplanen.

18. Altes Schloss Hohenbaden
Das musst du wissen: Das Alte Schloss Hohenbaden liegt oberhalb von Baden-Baden am Battert und war einst Sitz der Markgrafen von Baden. Heute kannst du die weitläufige Burgruine kostenlos erkunden und bis auf die Aussichtsterrassen hinaufsteigen.
Warum lohnt es sich? Wenn du alte Burgruinen und weite Landschaften magst, würden wir Hohenbaden dem Merkur sogar vorziehen. Du kannst durch die Anlage streifen, immer wieder nach oben steigen und hast dabei ganz unterschiedliche Ausblicke auf den Schwarzwald und die Rheinebene.
Unser Tipp: Verbinde das Alte Schloss direkt mit dem Battert. Die Wanderwege starten an der Burg – so wird aus dem Schlossbesuch eine richtig schöne kleine Tour durch den Schwarzwald.

19. Battertfelsen
Das musst du wissen: Oberhalb des Alten Schlosses ragt der Battertfelsen aus dem Wald. Das markante Felsmassiv liegt in einem Naturschutzgebiet und ist gleichzeitig eines der bekanntesten Klettergebiete der Region.
Warum lohnt es sich? Von unseren drei Aussichtspunkten ist der Battert die beste Wahl, wenn du ein Stück wandern möchtest. Die Wege führen durch den Wald und dicht an den Felsen vorbei, zwischendurch hast du immer wieder freie Sicht auf Baden-Baden und die Rheinebene.
Unser Tipp: Starte am Alten Schloss und lauf von dort zur Ritterplatte. So kannst du Burgruine, Battertfelsen und eine kleine Wanderung gut miteinander verbinden. Feste Schuhe würden wir für die teils unebenen Waldwege auf jeden Fall anziehen.
Unsere Empfehlung: Welcher Aussichtspunkt passt zu dir? Du hast wenig Zeit und möchtest bequem nach oben? Merkur. Du magst Burgruinen und Aussicht? Altes Schloss Hohenbaden. Du hast ein paar Stunden Zeit und möchtest eine kleine Wanderung machen? Battertfelsen.
Sehenswürdigkeiten in der Nähe von Baden-Baden
Wenn du etwas mehr Zeit hast, lohnt sich ein Abstecher in den Schwarzwald. Ein beliebtes Ziel ganz in der Nähe ist der Geroldsauer Wasserfall.

Geroldsauer Wasserfall
Das musst du wissen: Der Geroldsauer Wasserfall liegt südlich von Baden-Baden im Grobbachtal. Der Reiz liegt nicht nur im Wasserfall selbst, sondern auch im Weg dorthin: Ein rund drei Kilometer langer Spaziergang führt am Grobbach entlang durch den Schwarzwald.
Warum lohnt es sich? Wenn du noch ein bisschen mehr vom Schwarzwald sehen möchtest, ist der Wasserfall ein schönes Ziel. Wir selbst haben es bei unserem Besuch leider nicht mehr dorthin geschafft – beim nächsten Mal steht die Runde aber wieder auf unserer Liste.
Gut zu wissen: Besonders schön soll es hier zur Rhododendronblüte im Mai und Juni sein. Du kannst die Runde an einem der Wanderparkplätze starten oder mit dem Bus in die Gegend fahren.
Noch mehr Schwarzwald? In unserem Guide zeigen wir dir unsere 15 Lieblingsorte und Aktivitäten im Schwarzwald.
Du möchtest nach Baden-Baden noch ein paar Tage dranhängen?
Wir haben drei besondere Hotels in der Region selbst getestet: das Hotel Dollenberg, das Hotel Bareiss und die Traube Tonbach. In unseren ausführlichen Reviews erfährst du, was dich dort erwartet und welches Hotel am besten zu dir passt.
Baden-Baden Sehenswürdigkeiten kostenlos
Viele unserer liebsten Sehenswürdigkeiten kannst du komplett kostenlos besuchen. Wenn du mit kleinem Budget unterwegs bist, würden wir vor allem diese Orte einplanen:
- Altstadt & Florentinerberg: Lauf durch die Altstadt hinauf zum Florentinerberg und schau von oben über Baden-Baden.
- Stiftskirche: Die Kirche liegt direkt auf deiner Route durch die Altstadt und lässt sich gut mit dem Florentinerberg verbinden.
- Kurgarten & Trinkhalle: Zwei der bekanntesten Sehenswürdigkeiten rund um das Kurhaus kannst du ohne Eintritt besuchen.
- Lichtentaler Allee: Für uns eine der schönsten kostenlosen Aktivitäten in Baden-Baden – besonders, wenn du bis zum Kloster Lichtenthal läufst.
- Gönneranlage: Zur Rosenblüte ist der kostenlose Abstecher besonders schön.
- Dahliengarten: Ab Spätsommer kannst du hier kostenlos durch den farbenprächtigen Dahliengarten spazieren.
- Battertfelsen: Wenn du lieber raus in die Natur möchtest, kannst du hier kostenlos eine richtig schöne Runde durch den Wald wandern.
- Wenn du nur drei schaffst: Wir würden durch die Altstadt zum Florentinerberg laufen, über die Lichtentaler Allee spazieren und am Battert eine kleine Runde wandern. Damit bekommst du Altstadt, Parks und Schwarzwald an einem Tag – ohne Eintritt zu zahlen.
Ein Tag in Baden-Baden – der perfekte Rundgang
Du hast nur einen Tag Zeit? Dann versuch nicht, alles aus diesem Artikel abzuhaken. Viele der wichtigsten Sehenswürdigkeiten lassen sich aber gut zu einem Stadtrundgang verbinden – und wenn du dich unterwegs nicht verzettelst, schaffst du zum Abschluss sogar noch den Merkur.
Vormittags: Altstadt & Bäderviertel
Starte in der Altstadt und lauf hinauf zur Stiftskirche und zum Florentinerberg. Über die Schlossstaffeln geht es anschließend hinunter ins historische Bäderviertel mit Friedrichsbad, Caracalla Therme und den römischen Badruinen.
Für einen längeren Thermenbesuch würden wir uns an einem Tag keine Zeit nehmen. Dafür gehen schnell mehrere Stunden drauf, die wir uns lieber für einen zweiten Tag aufheben würden.
Mittags: Kurhaus & Trinkhalle
Vom Bäderviertel läufst du weiter zum Kurhaus mit Kurgarten und Trinkhalle. Für den Säulengang der Trinkhalle brauchst du nicht lange. Wenn du auch das Casino von innen sehen möchtest, solltest du deinen Besuch dagegen vorher planen.
Für eine Casino-Führung checkst du am besten vorab die aktuellen Zeiten und passt deine Route entsprechend an. Die regulären Führungen finden vormittags statt.
Nachmittags: Lichtentaler Allee
Nach der Mittagspause geht es ins Grüne. Jetzt musst du dich entscheiden: Möchtest du vor allem spazieren, lauf über die Gönneranlage weiter Richtung Kloster Lichtenthal. Interessierst du dich für Kunst, würden wir stattdessen das Museum Frieder Burda oder die Kunsthalle einplanen.
Ein Museum und den kompletten Spaziergang bis zum Kloster würden wir nicht in denselben Nachmittag quetschen. Such dir lieber eines von beidem aus.
Zum Abschluss: Merkur
Wenn Wetter und Zeit mitspielen, fahr zum Schluss auf den Merkur. Mit der Merkurbergbahn kommst du bequem nach oben und kannst hoch über Baden-Baden den Tag ausklingen lassen.
Check vorher die aktuellen Betriebszeiten der Bergbahn, besonders wenn du erst am späten Nachmittag oder Abend hinauffährst.
Unsere Route für einen Tag: Altstadt → Stiftskirche → Florentinerberg → Bäderviertel → Kurhaus & Trinkhalle → Lichtentaler Allee → Museum oder Kloster Lichtenthal → Merkur.
Wenn du mehr Zeit hast: Einen längeren Besuch im Friedrichsbad oder in der Caracalla Therme würden wir nicht zusätzlich in diesen Tag quetschen. Dafür würden wir einen zweiten Tag in Baden-Baden einplanen.
Stadtführungen in Baden-Baden
Die meisten Sehenswürdigkeiten kannst du sehr gut auf eigene Faust erkunden. Wenn du mehr über die Geschichte der Kurstadt erfahren möchtest, ist ein geführter Rundgang eine gute Alternative. Wir selbst haben die Tour nicht gemacht und können sie deshalb nicht persönlich bewerten.
Stadtführung durch Baden-Baden buchen
Häufige Fragen zu den Sehenswürdigkeiten in Baden-Baden
Zum Abschluss beantworten wir dir die wichtigsten Fragen rund um deinen Besuch.
Was muss man in Baden-Baden gesehen haben?
Was ist die schönste Sehenswürdigkeit in Baden-Baden?
Reicht ein Tag für Baden-Baden?
Welche Sehenswürdigkeiten in Baden-Baden sind kostenlos?
Was kann man in Baden-Baden bei Regen machen?
Lohnt sich Baden-Baden?
Das waren unsere liebsten Sehenswürdigkeiten in Baden-Baden.
Kennst du noch einen Ort, der in unserer Liste fehlt? Dann schreib uns deinen Tipp gerne in die Kommentare – vielleicht entdecken wir ihn bei unserem nächsten Besuch.
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