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Nessebar in Bulgarien: Unsere 22 Tipps und Highlights

Ihr plant eine Reise nach Nessebar? Wir waren schon mehrfach da und geben euch hier unsere besten Reisetipps für eure Reiseplanung - von Hotels zu Restaurants bis zu den besten Sehenswürdigkeiten.

Altstadt von Nessebar

Die Schwarzmeerküste in Bulgarien ist eine der attraktivsten Küsten in Europa. Wenn der Sommer kommt, strömen Millionen Touristen an die Strände Bulgariens. Unweit des berühmten Sonnenstrands lockt außerdem eine der schönsten Altstädte des Balkanstaates: die Altstadt von Nessebar. Kommt mit an einen Ort, der bis heute Geheimnisse hütet und dessen Besuch sich wie eine kleine Zeitreise anfühlt. In diesem Guide findet ihr viele Insider-Tipps für die Planung eurer Bulgarien-Reise.

FAQ

Das solltet ihr vor eurem Besuch von Nessebar wissen.

Wo liegt Nessebar?

Die Gemeinde Nessebar (bulgarisch Община Несебър) ist eine bulgarische Gemeinde im Osten des Landes und gehört zur Provinz Burgas. Die Altstadt liegt auf einer Landzunge im Schwarzen Meer und überblickt die Bucht des Sonnenstrandes.

Wieviel Zeit braucht man für Nessebar?

Wir empfehlen, einen ganzen Tag in der Altstadt zu verbringen. Dann hat man Zeit genug, um die bulgarische Stadt auf eigene Faust zu erkunden, durch die verwinkelten Gassen der Altstadt zu schlendern und in einem der vielen Restaurants essen zu gehen.

Lohnt sich ein Städtetrip nach Nessebar?

Und wie! Wer einen Urlaub am Sonnenstrand plant, sollte unbedingt einen Tagesausflug in die Altstadt von Nessebar machen. Schließlich gehört sie zu den besten Sehenswürdigkeiten in Bulgarien.

Karte

Für eine bessere Übersicht haben wir die wichtigsten Nessebar Tipps und Sehenswürdigkeiten in eine Karte gepackt. Speichert euch am besten diesen Artikel ab, dann habt ihr ihn vor Ort fürs Sightseeing immer parat.

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Nessebar Altstadt

Nessebar ist vor allem für seine Altstadt berühmt, die eine Menge Sehenswürdigkeiten parat hält. Dazu gehören neben einigen sehenswerten Kirchen und Ruinen auch die gesamte Felsenküste, an der sich viele Bars und Restaurants mit Aussicht niedergelassen haben.

Die Stadt ging aus einer thrakischen Siedlung hervor und wurde später von Griechen besiedelt. Im dritten und vierten Jahrhundert war die Stadt am Schwarzen Meer dank einer starken Festung, einer eigenen Flotte und mit vielen Theatern und Tempeln in voller Blüte. Im 14. Jahrhundert wurde Nessebar schließlich von den Osmanen erobert, doch nach dem Fall Konstantinopels (dem heutigen Istanbul) nahm die Bedeutung immer weiter ab. Erst Ende den 19. Jahrhunderts endete die türkische Herrschaft – die geschichtsträchtige Stadt gehörte wieder zu Bulgarien.

Heute ist die Altstadt von Nessebar ein einzig großes Freilichtmuseum und ist mit ihren bedeutenden Bauwerken in das UNESCO Welt-Kultur- und Naturerbe (Eintrag) aufgenommen worden.

Sehenswürdigkeiten

Nessebar ist eine typische Altstadt. Dabei ist sie nicht nur alt, sondern steinalt. Jahrtausende alt. Überall sieht man die Spuren der Geschichte. Wenn man durch die Straßen und entlang der vielen Holzhäuser spaziert, entdeckt man antike Ruinen, die zum Teil tausende Jahre alt sind.

Zugegeben, heute ist die Stadt viel größer. Es gibt eine Neustadt auf dem Festland. Die Stadt wächst immer mehr ans bulgarische Schwarzmeerresort an der Westküste der Bucht heran: an den berühmten Sonnenstrand (Slanchev Bryag).

Windmühle in Nessebar
Eine der vielen Holzwindmühlen in Nessebar.

Die Landenge Nessebar, die alte Windmühle und die Statue der Fischer

Eines der größten Wahrzeichen der Stadt ist die Landenge, über die man die Altstadt betritt. Das liegt vor allem an einer wunderbaren alten Windmühle, die Besucher postkartentauglich und schon von Weitem begrüßt. Während sie früher die starken Meereswinde nutze, ist sie heute nur noch hübsch anzuschauen.

Sie ist aus Holz, wurde auf einem Steinfundament errichtet und besteht aus drei Etagen. Übrigens, mit Glück ist die Windmühle von Nessebar für Besucher geöffnet. Falls nicht, hat man wenigstens ein tolles Fotomotiv: mit der Windmühle und der Kulisse der Altstadt im Hintergrund.

Auf der anderen Seite der Landzunge sollte man eine andere Sehenswürdigkeit nicht verpassen: die Statue der Fischer mit einem Kreuz. Sie steht hier seit 2006 und ehrt diejenigen, die seit jeher aufs offene Meer ziehen, um mit Unmengen an Fischen wiederzukommen. Hier am Meer ist die Fischerei eine Tradition.

Die alte Festung

Beim Überqueren der Landzunge fällt einem die alte Festung sofort ins Auge. Hier führt die Straße durch das alte Haupttor von Nessebar. Vom einstigen Festungswall ist zwar nicht mehr viel übrig, hier am Eingang zur Altstadt aber kann man einen Teil noch gut erkennen.

Die Holzhäuser

Das Highlight der Altstadt von Nessebar sind die alten Häuser im Stil der Bulgarischen Wiedergeburt. Die meisten von ihnen sind gut erhalten und auch bewohnt, viele fungierten heute auch als Ferienhäuser.

Kirche in Nessebar
Markant für Nessebar sind außerdem die alten Kirchen, die man überall findet.

Die alten Kirchen

Beim Spaziergang durch die Altstadt entdeckt man zahlreiche Kirchen oder das, was über die Jahrtausende davon übrig bliebt. Mit mehr als 40 Kirchen und Kirchenruinen wird sogar behauptet, Nessebar sei der Ort mit den meisten Kirchen pro Einwohner. Nicht wundern: Von vielen Kirchen sind nur noch Steinfundamente oder Teilmauern erhalten. Der wunderbar nostalgische Charme längst vergangener Zeiten ist umso mehr zu spüren.

Die wichtigsten Kirchen & Kichenruinen:

  • Jesus Christus Pantokrator:
    Eines der Wahrzeichen von Nessebar liegt in einem kleinen Park im westlichen Teil der Altstadt. Durch das Stadttor auf der Hauptstraße Ulitsa Mesambria geradeaus gelangt man zum Hauptplatz mit der Pantokratorkirche. Deren Geschichte reicht ins 13. bis 14. Jahrhundert zurück. Seit 1972 ist sie fast vollständig wiederhergestellt. Die typisch byzantinische Kirche zählt mit ihrem Streifenmuster aus roten Ziegel und Keramikrosetten zu Bulgariens wichtigsten Vertretern mittelalterlicher Kirchenbaukunst.
  • Basilika der heiligen Mutter Gottes Eleusa:
    Die zweitälteste Kirche der Stadt und eine der ältesten Kirchen in ganz Bulgarien stammt aus dem 5. Jahrhundert und ist an der Nordküste der Halbinsel zu finden. Leider ist nur das Fundament erhalten geblieben. Die einstige Hauptkirche des Klosters Eleusa wird auch „Basilika am Meer“ genannt und war früher dreischiffig. Im späten Mittelalter versank sie (vermutlich durch ein Erdbeben) im Meer und wurde erst 1920 wieder freigelegt.
  • Alte Metropoliskirche Church of Saint Sophia:
    Ebenfalls aus dem 5. Jahrhundert stammt diese Kirche im östlichen Teil Nessebars. Erhalten sind nur noch das Fundament und zum Teil die Mauern. Sie erinnert an die berühmte Sophienkirche in der Hauptstadt Sofia. Ihre Ruinen aus Bruchstein und roten Ziegeln waren früher mit Mosaiken und Wandmalereien geschmückt. Doch auch ohne sie sind die Ruinen sehenswert.
  • Kirche des Johannes Aleitourgetos:
    Direkt neben dem Pier steht eine mittelalterliche Kirche, die ebenfalls als Wahrzeichen von Nessebar gilt.
  • St. Johannes der Täufer Kirche:
    Die Kirche nördlich des Zentrums an der Ulitsa Mitropolitska stammt aus dem 10. Jahrhundert und ist gut erhalten. Im Inneren befindet sich heute ein kleines Archäologisches Museum, das einen Besuch wert ist.
  • Kirche Dormition Theotokos:
    Jetzt wird’s fast schon modern. Die Kirche Dormitio of Theotokos wurde 1873 gebaut und ist immer noch in Funktion.
Überbleibsel der alten Therme mitten in der Altstadt von Nessebar.
Überbleibsel der alten Therme mitten in der Altstadt von Nessebar.

Antikes Theater

Das Amphitheater liegt neben der Kirche Saint John Aliturgitos in der Nähe des Piers. Leider ist der heutige Zustand alles andere als Antik, vom antiken Theater ist nicht viel übrig. Es wurde erst vor rund 60 Jahren neu erbaut. Dennoch lohnt sich ein Besuch – vor allem im Sommer, wenn diverse Veranstaltungen in schönem Ambiente stattfinden.

Frühbyzantinische Therme

Dieser antike Themen-Komplex unweit der neben der Kirche Saint John the Baptist wurde zu Beginn des 6. Jahrhunderts erbaut. Damals herrschte der Kaiser Justinian I. der Große und lud andere Kaiser und Aristokraten aus der Gesellschaft zum gemeinsamen Entspannen ein.

Altstadt von Nessebar
Typisch für die Altstadt von Nessebar sind die gepflasterten Straßen aus dem Mittelalter.

Pier von Nessebar

Einen Besuch wert ist auch der Hauptpier von Nessebar. Er liegt an der Südwestküste und war einst ein geschäftiger Verkehrsknotenpunkt, der Passagiere zwischen Nessebar und den anderen Hafenstädten Varna, Burgas und Sozopol beförderte.

Sehenswert ist die Küstenstraße entlang des Piers, wo die Fischerboote vor Anker liegen. Genau hier findet man auch ein geeignetes Restaurant für den Aperitif zum Sonnenuntergang – immer mit Blick auf das antike Theater und die hübschen Häuser der Bulgarischen Wiedergeburt.

Museen

Wenn es in Nessebar regnet, lohnt sich ein Besuch der Museen. Zwei davon gelten als wichtigste Museen der Stadt: das Archäologische Museum und das Ethnographische Museum. Wer noch mehr Zeit hat, kann die Museen in einer der Kirchen besuchen. Tipps dafür gibt’s weiter unten.

Archäologisches Museum Nessebar

Direkt neben dem Stadttor befindet sich das Archäologische Museum, das vor allem bei schlechtem Wetter zu empfehlen ist. Der lange Geschichte Nessebars verdankt die Ausstellung zahlreiche Exponate und Funde aus den hoch entwickelten Zivilisationen der antiken Stadt Mesambria, sowie eine Ikonensammlung, die zu den bedeutendsten christlichen Kunstwerken Bulgariens zählt.

Ethnografisches Museum

Das Ethnografisches Museum ist ein bemerkenswertes Haus, denn es ist das einzige Bauwerk aus der Zeit der Bulgarischen Wiedergeburt, das von Innen besichtigt werden kann. Die Ausstellung ist sehenswert und zeigt Exponate aus der Kultur, dem Leben und dem Handwerk in und um Nessebar.

Insider-Tipp

Mehr Holzhäuser aus der Zeit der Bulgarischen Wiedergeburt kann man in Plovdiv von Innen besichtigen.

Die Kirchenmuseen

Es gibt zahlreiche Kirchen, die nicht mehr wirklich als solche fungieren, sondern vielmehr kleine, aber feine Museen beheimaten. Dazu gehören folgende: St. Stephan, Jesus Christus Pantokrator, St. Paraskeva und St. Johannes der Täufer. Zu sehen sind meist Wandmalereien, Ikonen und andere religiöse Artefakte.

Bulgarien Strände: Unsere liebsten Spots
Die Strände in Nessebar sind wunderschön und absolut sehenswert.

Strände

Die Natur des Küstengebietes südlich von Stara Planina ist wunderschön und voller interessanter Besonderheiten. Abgesehen von der Halbinsel des alten Nessebar finden man hier einige der längsten und größten Sandstrände Europas. Es gibt zwei Hauptstrände: den Sonnenstrand und den neuen Strand von Nessebar.

Während der neue Strand etwa zwei Kilometer lang ist, verspricht der Sonnenstrand einen 5,5 km langen Sandstrand – einer der zu den schönsten Stränden Bulgariens gezählt wird. Was die Strände so besonders macht, ist aber eher ihre Breite. Denn ins Landesinnere hinein verwandeln sie sich immer mehr in Sanddünen. Sie reichen teils bis tief ins Festland. Leider wurde ein Großteil der Dünen durch den Bau großer Hotels zerstört.

Essen & Trinken

Es gibt zahlreiche Restaurants in Nessebar, aber auch die sind meist nur saisonal geöffnet. Die meisten bleiben in der Nebensaison gänzlich geschlossen. Das angebotene Essen ist meist landestypisch mit vielen Salaten und Fleischgerichten. Hier verraten wir euch das beste bulgarische Essen.

Unbedingt probieren sollte man den bulgarischen Schopska-Salat, einen traditionellen Salat der Balkanküche aus Tomaten, Gurken, rohem oder gebratenem Paprika, Zwiebeln, Petersilie, Salz, Zitronensaft oder Essig, Öl und Salzlakenkäse.

Unsere Restaurant-Empfehlungen

Fischerboot in Bulgarien
Was man an den Stränden Nessebars häufig sieht, sind eine Menge Fischerboote.

Anreise

Die Altstadt ist gut ans Verkehrsnetz angeschlossen, was sie auch dem nahen Sonnenstrand mit seinen vielen Hotels zu verdanken hat. Die wichtigste Hauptstraße verläuft zwischen Varna und Burgas, aber auch zwischen Slanchev Bryag und der Autobahn Sofia-Burgas.

Wer mit dem Flugzeug anreist, landet am Flughafen Burgas (BOJ) und kann mit dem Bus weiter nach Nessebar fahren. Achtung: Die Busverbindungen vom Flughafen nach Nessebar sind zum Teil nur saisonal und werden teils nur im Sommer bedient.

Optionen für die Anreise nach Nessebar:

  • Mit dem Bus vom Flughafen Burgas nach Nessebar:
    Wer am Flughafen Burgas landet, kann den Bus nach Nessebar oder zum Sonnenstrand nehmen. Die Busse verkehren regelmäßig, aber auch immer Sommer häufiger.
    Kosten: Max. 3,80 BGN.
  • Mit dem Bus vom Sonnenstrand zum Nessebar Pier:
    Von Sonnenstrand Zentrum zum Nessebar Pier verkehren sehr günstige öffentliche Busse.
    Kosten: 1 BGN.
  • Mit dem Bus von Burgas oder Varna nach Nessbar:
    Von Burgas besteht im Sommer eine Busverbindung (alle 15-30 Min.) nach Nessebar und etwas seltener von Varna.
    Kosten ab Burgas: Max. 3,80 BGN
    Kosten ab Varna: Max. 12,00 BGN.
  • Mit dem Bus von Sofia nach Nessebar:
    Die Busse starten morgens und in der Hauptsaison auch als Nachtbus-Verbindung.
    Kosten: 23 BGN

Unterkunft

Abgesehen von den vielen Hotels am Sonnenstrand bietet auch Nessebar selbst einige gute Hotels, die wir empfehlen können.

Unsere Unterkünfte in Nessebar

Bilyana Beach Hotel

Direkter Strandzugang, moderne Zimmer. Was will man mehr?

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Festa Panorama Hotel

Schickeres Hotel für alle, die sich im Urlaub was gönnen wollen.

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Sea House Guest House

Einfache Doppelzimmer mit Balkon zum günstigen Preis.

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Reiseführer

Reiseführer für Nessebar gibt es derzeit nicht auf dem Markt. Für alle, die mindestens eine Woche in Bulgarien verbringen, lohnt sich aber ein Bulgarien Reiseführer.

Unsere Favoriten:

  • DuMont Reiseführer Bulgarien (Amazon)
  • Reise Know-How Bulgarien (Amazon)
  • MARCO POLO Reiseführer Bulgarische Schwarzmeerküste (Amazon)
Beste Reisezeit für Nessebar
Der Frühling und Sommer sind die perfekten Jahreszeiten für einen Besuch in Nessebar.

Beste Reisezeit

Die Hochsaison am Sonnenstrand ist von Juli bis August und September. In dieser Zeit ist meist sehr viel los, viele Hotels sind frühzeitig ausgebucht und die Strände voll.

Die Zwischensaison geht von Ende Mai, im Juni und Anfang Juli. Es ist die Zeit des Jahres, in der der öffentliche Transport nicht ganz so hochfrequentiert angeboten wird, dafür ist aber deutlich weniger los. Alles andere ist Nebensaison (Herbst, Winter und Frühling) und die Zeit, in der man Nessebar und den Sonnenstrand fast für sich allein hat. Dann ist die Stadt leer, verschlafen und angenehm ruhig.

Noch Fragen zu Nessebar?

Her damit! Wir freuen uns über eure Fragen in den Kommentaren.

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