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Nova Scotia: Reisetipps für das Tor zu Atlantik Kanada

Ihr plant eine Rundreise durch Nova Scotia? Wir geben unsere besten Insidertipps für die Reiseplanung: von den schönsten Sehenswürdigkeiten über die beste Reiseroute bis zu Tipps für Hotels und Restaurants.

„Céad Míle Fáilte!“ Dieser traditionelle gälische Willkommensgruß heißt Besucher „Hunderttausend willkommen!“ Und das gilt auch in der kanadischen Provinz Nova Scotia in Kanada.

Schonmal überlegt, was „Nova Scotia“ eigentlich bedeutet?

Cape Breton Island ist einer der wenigen Orte auf der Welt, an denen die gälische Kultur und Sprache gedeiht. Als schottische Nachkommen bewahren die Einheimischen nämlich die Kultur ihrer Vorfahren leidenschaftlich – und zwar in einer Provinz, deren Name wörtlich „Neuschottland“ bedeutet.

Ihr plant eine Reise nach Nova Scotia? Gute Wahl. Während Halifax der perfekte Startpunkt für eine Rundreise ist, lockt die kanadische Provinz mit genug Attraktionen für mindestens eine Woche. Perfekt für einen Roadtrip! Was aber sind die schönsten Sehenswürdigkeiten in Nova Scotia und was muss man bei der Reiseplanung bedenken?

In diesem Reiseführer geben wir euch einen Überblick über die wichtigsten Highlights, die schönsten Orte und besten Ausflüge – und unsere besten Reisetipps aus erster Hand. Wir verraten, wo ihr einen guten (und günstigen) Mietwagen buchen könnt und geben persönliche Tipps für Hotels, Restaurants und mehr.

Nova Scotia ist im Herbst einfach ein Traum
Nova Scotia ist im Herbst einfach ein Traum

Roadtrip-Time!

Der beste Insider-Tipp vorab: Holt euch einen Mietwagen und erkundet Nova Scotia auf eigene Faust. So seid ihr flexibel unterwegs und könnt spontan sein. Unsere Tipps für tolle Hotels auf dem Weg (wir sagen nur Quarterdeck Resort!) findet ihr direkt in diesem Guide.

Nova Scotia Karte

Für eine gute Übersicht der Sehenswürdigkeiten in Nova Scotia haben wir die Highlights in eine praktische Karte gepackt. Ladet sie in Google Maps, dann habt ihr sie vor Ort immer parat.

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Sehenswürdigkeiten

Schöne Wanderwege, malerische Strände, eine urige Whiskey-Destillerie und jede Menge Hummer: In Nova Scotia gibt es viele tolle Dinge zu erleben und wir können euch empfehlen, die besten Highlights auf einem Roadtrip miteinander zu verbinden. Hier sind die schönsten Sehenswürdigkeiten in Nova Scotia.

Halifax

Die meisten Touristen in Nova Scotia kommen in Halifax an, der Hauptstadt der Provinz und wirtschaftliches und kulturelles Zentrum der atlantischen Provinzen von Kanada. Im Vergleich zu US-Metropolen an der Ostküste der Vereinigten Staaten, wie New York oder Boston, versprüht die Stadt mit ihren rund 430.000 Einwohner ein angenehm ruhiges Flair. Ob als Start eines Nova-Scotia-Roadtrips oder als Landgang-Destination einer Kreuzfahrt: langweilig wird es sicher nicht. Die Hafenstadt bietet eine ganze Reihe an Sehenswürdigkeiten.

Zu den Highlights der Halifax Sehenswürdigkeiten zählt die historische Zitadelle von Halifax, die Old Town Clock, die Architektur aus dem 18. und 19. Jahrhundert, und ein Spaziergang entlang der drei Kilometer langen Holzpromenade des Halifax Boardwalk (eine der längsten der Welt) zur Queen’s Marque. Dabei handelt sich um Halifax’ Vorzeige-Areal direkt am Wasser, mit Geschäften, Kunstinstallationen, dem renommierten Restaurant Drift (Website) dem ersten Luxus-Boutique-Hotel der atlantischen Provinzen Kanadas: dem stylischen Muir Hotel (Verfügbarkeit checken).

Aktivität

Stadttour „Best-of-Halifax“ – mit Ausflug nach Peggy’s Cove

Erlebt alle Highlights von Halifax bei dieser 4-stündigen Stadtführung. Das Beste: Ein Ausflug ins idyllische Peggy’s Cove ist ebenso inklusive, wie eine Tour zum Citadel Hill.

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Halifax zu Land und Wasser erleben

Wer es genauer wissen will, sollte eine Stadtführung mit Harbour Hopper Tours (Website) machen. Diese einstündige Tour ist ein amphibisches Abenteuer, bei dem man das Beste von Halifax zu Land und zu Wasser erlebt: von der Grand Parade über die Zitadelle, den viktorianischen Halifax Public Gardens, der Kirche St. Paul’s bis zur belebten Spring Garden Road. Wie das geht? Die Fahrzeuge können sowohl an Land fahren, als auch zum Boot umfunktioniert werden. Die junge Crew tut alles für gute Unterhaltung – sei es mit Witzen über die Eigenheiten der Nova Scotianer oder über interessante Fakten wie über einen Tag, den in Nova Scotia jeder kennt.

Halifax-Katastrophe von 1917

An 6. Dezember 1917 ereignete sich im Hafen von Halifax eine gewaltige Explosion, die als größte unfallbedingte, von Menschen verursachte Explosion aller Zeiten gilt. Die Halifax-Explosion (Wikipedia) war eine Katastrophe, die Tausenden Menschen das Leben kostete und einen ganzen Stadtteil zerstörte.

Halifax und die Titanic

Apropos Katastrophe, eine andere ereignete sich am 14. April 1912 im Atlantik. Die „Titanic“ war auf dem Weg von Southampton nach New York. Bekanntermaßen kam sie dort nie an, sondern sank nach der Kollision mit einem Eisberg „nur“ ca. 1.200 km von Halifax entfernt. Den Großteil der Opfer des Schiffsunglücks hat man in Kanada begraben und eine Zeit lang pilgern trauernde Fans von Jack Dawson aus dem Film Titanic von 1997 (Amazon Prime Video), aka Leonardo DiCaprio, zu den Gräbern außerhalb des Zentrums.

Schokoladenträume aus Syrien – „made in Canada“

Zurück ins heute und zur Schokoladen-Boutique „Peace by Chocolate“ (Website). Die dort verkaufte Schokolade kommt mit einer Geschichte daher, die von der Familie Hadhad aus Syrien erzählt, von einem Neuanfang in einer einfachen Holzhütte in Halifax und einer himmlisch guten Schokolade. Einer, die nach der Eröffnung 2016 nicht nur den Geschmack der Kanadier traf, sondern auch das Interesse von Netflix weckte, die ihre Geschichte prompt verfilmte (Trailer). Die legendäre Geschichte findet ihr auch im Buch über die Familie Hadhad (Amazon).

Hotel-Tipp

The Westin Nova Scotian

Das Hotel Nova Scotian im Herzen von Halifax ist eine Legende der Stadt. Hier übernachtet man mit Stil und mit Panoramablick auf den Hafen oder den Peace and Friendship Park.

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Genug von Halifax? Dann kann eure Rundreise durch Nova Scotia ja beginnen. Nicht zuletzt ist die Hauptstadt der kanadischen Provinz Nova Scotia auch der ideale Ausgangspunkt für Tagesausflüge oder Roadtrips in andere Regionen: Peggy’s Cove, Lunenburg und Wolfville sind nur 60 bis 75 Minuten entfernt.

Nova Scotias South Shore folgt dabei der „Lighthouse Route“. Hier erwartet euch eine unvergessliche Küstenlandschaft mit zerklüfteten Landzungen, historischen Städten, verwitterten Fischerdörfern und einem historischen Charme.

Peggy's Cove gehört zu den beliebtesten Zielen in Nova Scotia
Peggy’s Cove gehört zu den beliebtesten Zielen in Nova Scotia

Peggy’s Cove & Leuchtturm Peggy’s Point

Das malerische Fischerdorf Peggy’s Cove hat ein ganz besonderes Highlight. Der Leuchtturm Peggy’s Point thront hoch oben auf dem glatten Granit der Küste. Kein Wunder, dass er Künstler inspiriert und eine der am meisten besuchten Sehenswürdigkeiten in Nova Scotia ist. Vorsicht: Haltet euch von den schwarzen Felsen fern, sie können sehr rutschig sein!

Aktivität

Ab Halifax: Ausflug nach Peggy’s Cove (inkl. Transfers)

Genießt eine 4-stündige Tour von Halifax ins malerische Peggy’s Cove. Ihr werdet abgeholt und wieder zurück in die Stadt gebracht.

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Restaurant-Tipp

Sou’Wester

Um den Besuch abzurunden, solltet ihr im Sou’Wester einkehren. Was 1967 als kleine Teestube mit fünf Tischen begann, ist heute ein 180-Tisch-Restaurant mit maritimen Gerichte. Lobster Roll (Hummerbrötchen) mit Blick auf die Küste – was will man mehr?

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Auch ein Spaziergang durch das nur von 32 Menschen bewohnte Dorf ist ein Muss. Es warten farbenfrohe Fischerhütten im winzigen Hafen und eine pulsierende Atmosphäre. Kein Wunder, dass Peggy’s Cove eine zu den meistfotografierten Orten Kanadas gehört.

Shopping-Tipp

Acadian Maple

Stoppt auf der Weiterfahrt auf der „Lighthouse Route“ bei Acadian Maple, mit einer guten Auswahl an Ahornsirup. Für beste Qualität arbeiter der Hersteller seit über 35 Jahren mit Ahornbauern in Nova Scotia zusammen – vom Baum bis zum Tisch.

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Oak Island hütet so manche Geheimnisse...
Oak Island hütet so manche Geheimnisse…

Oak Island

Schon mal von Oak Island gehört? Der sagenumwobenen Insel im Nordatlantik wurde eine ganze TV-Serie gewidmet. Die Produktion dokumentiert seit 2014 die Suche nach einem wertvollen Schatz in der Region Mahone Bay, der seit über 200 Jahren Schatzsucher anzieht. Die Doku „Oak Island – Fluch und Legende“ (Trailer | Amazon Prime Video) begleitet die Brüder Marty und Rick Lagina, die sich ebenfalls ins waghalsige Abenteuer stürzen, und liefert zudem historisches Videomaterial.

Tipp: Wer dem Mythos auf die Spur gehen (oder einfach nur eine schöne Bootsfahrt machen) will, kann sich bei Salty Dog Sea Tours (Website) einbuchen. Die Touren dauern 90 Minuten.

Mahone Bay

Wer von hier weiter auf der „Lighthouse Route“ fährt, gelangt zum Küstendorf Mahone Bay, das seit 1745 ein Kleinod ist und zu einer der besten Kleinstädte Kanadas gekürt und von der New York Times als „schön wie ein Gemälde“ betitelt wurde. Während der Ausblick vom Ufer auf die drei Kirchen der Stadt besonders sehenswert ist, lockt das Städtchen vor allem zu Events wie dem Great Scarecrow Festival, dem Classic Boat Festival und dem Father Christmas Festival Besucher an.

Restaurant-Tipp

Betty’s at The Kitch

Mahone Bay’s angesagteste Wein- und Tapas-Bar bietet Pizza aus dem Holzofen und eine schöne Atmosphäre. Oder wie es die Chefin sagt: „I’m a Betty, you’re a Betty, everyone’s a Betty.“ Nuff said.

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Hotel-Tipp

The Kitch‘Inn

Das urgemütliche Boutique-Hotel liegt im Hinterhof und bietet unterschiedlichste Zimmer und eine geräumige Ferienwohnung. Alternativ können wir die Zimmer und das tolle Frühstück im Mahone Bay Bed & Breakfast empfehlen (Verfügbarkeit checken).

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Blue Rocks

Auf dem Weg nach Lunenburg solltet ihr unbedingt einen Stopp in Blue Rocks mit seinen mit blauen Schieferfelsen einlegen. Das kleine Dorf, das im Volksmund als „Lunenburgs Antwort auf Peggy’s Cove“ bezeichnet wird, fungiert bis heute als Fischerdorf und genau das macht seinen wunderbar aus der Zeit gefallenen Charme aus.

Lunenburg ist ein wunderhübsches Örtchen in Nova Scotia
Lunenburg ist ein wunderhübsches Örtchen in Nova Scotia

Lunenburg

Lunenburg ist eine historische Küstengemeinde in Nova Scotia, die den wohlverdienten Titel eines UNESCO-Weltkulturerbes trägt (Eintrag). Ob beim Shopping-Bummel, in einem der malerischen Restaurants oder beim Spaziergang auf der farbenfrohen Uferpromenade, ihr werdet dem Charme der Hafenstadt schnell verfallen. Das Flair der Vergangenheit der Stadt als Rumfabrikant und Schiffsbauer ist allgegenwärtig. Die ehemaligen Herrenhäuser der 1753 von Einwanderern aus Deutschland und der Schweiz gegründeten Stadt weisen einzigartige architektonische Merkmale auf, die von gotischen Türmen bis zu eleganten Veranden reichen. Der UNESCO-Titel kommt nicht von ungefähr. Schließlich stehen noch siebzig Prozent der ursprünglichen Kolonialgebäude aus dem 18. und 19. Jahrhundert.

Aktivität

Ab Halifax: Ausflug nach Lunenberg

Bei dieser 7-stündigen Tagestour fahrt ihr von Halifax ins schöne Lunenburg und erlebt dort alle Highlights.

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Schonmal vom Rennschoner Bluenose II gehört? Lunenburg ist das Zuhause des Fischerei- und Rennschoners der Grand Banks, das im Oktober 1921 ihre erste Fishermen’s Trophy mit nach Hause nahm. In den folgenden 17 Jahren konnte kein Herausforderer – weder Amerikaner noch Kanadier – der Bluenose die Trophäe entreißen. Die „Königin des Nordatlantiks“ ist eine kanadische Ikone und symbolisiert die Bedeutung Nova Scotias in der Fischerei- und Schiffbauindustrie. Das Schiff hat mit 386 Quadratmetern eines der weltweit größten Großsegel und ist auf der kanadischen Zehn-Cent-Münze abgebildet.

Tipp: Entdeckt Highlights und Sehenswürdigkeiten der Stadt auf der Essential Lunenburg Walking Tour (Website).

Restaurant-Tipps

Salt Shaker Deli

Hier gibt es extrem leckere Sandwiches, wie Lobster roll mit Estragon, Mayonnaise, Sellerie und Gemüse auf einem hausgemachten Brötchen.

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La Have Bakery

Das hübscheste Café in Nova Scotia findet ihr in La Have. Seit 1985 wird hier nicht nur gebacken, sondern auch gekocht, eingelegt und konserviert. Schnappt euch einen Kaffee, gönnt euch einen Haferkeks und setzt euch entweder mitten in den Buchladen oder mit Blick auf den LaHave River auf die Terrasse. Das Café erreicht ihr am einfachsten mit der kleinen LaHave-Fähre.

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East & West Berlin

Huch, Tippfehler? Nee! Tatsächlich befinden sich in Nova Scotia zwei Ortschaften namens East und West Berlin. Schon verrückt, oder? In den Orten selbst gibt es zwar nicht viel zu sehen, aber einen kurzen Fotostopp empfehlen wir euch trotzdem. Denn, glaubt uns, so schnell habt ihr noch nie von Ost- nach Westberlin ‚rübergemacht‘!

Sonnenuntergang am Summerville Beach in Nova Scotia
Sonnenuntergang am Summerville Beach in Nova Scotia
The Quarterdeck Resort liegt direkt am Summerville Beach
The Quarterdeck Resort liegt direkt am Summerville Beach

Summerville Beach

Weiter geht’s nach zum Summerville Beach im Provincial Summerville Park, in der Nähe der malerischen Stadt Liverpool (der Namensvetter der Stadt im Nordwesten Englands). Hier ist es so idyllisch, dass man eigentlich gar nicht mehr wegwill.

Hotel-Tipp

Quarterdeck Resort

Wunderschön gelegen! Empfehlenswert sind vor allem die Beach Villas am Meer (Einschlafen mit Meeresrauschen garantiert!) und ein Abendessen im The Grill Restaurant mit Nova-Scotian-Küche von Jakobsmuscheln und Fish & Chips bis Whynot Cream Ale.

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Den Kejimkujik-Nationalpark erlebt ihr am besten vom Kanu aus
Den Kejimkujik-Nationalpark erlebt ihr am besten vom Kanu aus

Kejimkujik-Nationalpark

Der Name des Kejimkujik-Nationalparks, kurz Keji, geht auf den Kejimkujik-See zurück, ein Mi’kmaq-Wort, das vermutlich „müde Muskeln“ bedeutet. Solltet ihr hier eine Kajaktour machen (was wir sehr empfehlen können), werdet ihr verstehen, was gemeint ist. Denn die Kanurouten von Keji wurden seit Tausenden von Jahren von Ureinwohnern genutzt, die zwischen der Bay of Fundy und der Atlantikküste reisten.

Auch heute verspricht das 381 Quadratkilometer große Binnenland, das seit 1968 als Nationalpark gilt, Natur pur! Es gibt 14 Wanderwege und zahllose Wasserwege zum Kanufahren. Das „Land der Feen“, wie es die Mi’kmaq nennen, hat tatsächlich etwas Magisches, dem man sich kaum entziehen kann.

Ein guter Startpunkt ist das Besucherzentrum im 3005 Kejimkujik Main Parkway, Maitland Bridge (Google Maps), um die indigenen Birkenrindenkanus von Todd Labrador zu besichtigen. Rund 10 Minuten entfernt, könnt ihr euch bei Jake’s Landing (Google Maps) Kajaks leihen.

Hall’s Harbour

Hall’s Harbour ist ein kleines Fischerdorf in Nova Scotia, in dem man nicht nur in der örtlichen Hummerbude essen kann, sondern das auch der beste Ort ist, um die Tideschwankung zu beobachten. Bei Ebbe ist die Anlegestelle völlig trocken, sodass die Fischerboote auf dem felsigen Boden des Hafens liegen. Aber wenn man den richtigen Zeitpunkt abpasst und ca. 6 Stunden später zurückkommt, dümpeln die Boote im Wasser und sind bereit in See zu stechen. Dabei ist ein Produkt das wirtschaftliche und kulinarische Highlight der Region: Lobster.

Hall’s Harbour Lobster Pound

Lobster ist der Exportschlager Nova Scotias und der Hummer hat quasi immer Saison. Kein Wunder also, dass ein Besuch in einer Hummerfarm zu jeder Nova-Scotia-Reise dazugehört. Der Hall’s Harbour Lobster Pound am Ufer der Bay of Fundy bietet nicht nur einen tollen Blick hinter die Kulissen, sondern auch die Möglichkeit, sich den Hummer direkt aus dem Becken auszuwählen. Gegessen wird in der Stube mit Lobster-Lätzchen und dem Charme von Hummerfallen, Fischerbooten und dem Duft von Kiefern und Seetang. Authentisch!

Öffnungszeiten

Mai-Juni 11:30-19:00 Uhr
Juli-17. September 11:30-20:00 Uhr
18.September-29.Oktober 11:30-19:00 Uhr

Adresse

1157 W Halls Harbour Rd, Halls Harbour, NS B0P 1J0, Kanada
Website

Bei Luckett gibt's leckeren Wein aus der Region
Bei Luckett gibt’s leckeren Wein aus der Region

Nova Scotia’s Wine Country

Wein aus Kanada? Und ob! Die Agrarregion Nova Scotias ist vor allem auch als Weinregion bekannt. Es gibt 22 Weinbauern, die über 400 Hektar Rebfläche bewirtschaften und preisgekrönte Weine produzieren. Das geht vor allem so gut, da der Boden und das Mesoklima von Nova Scotia an einer der kühleren Klimagrenzen für Weinreben liegen. Das ist nichts Neues.

Die Tradition im Anbau von Weintrauben geht ins 16. Jahrhundert zurück. Im 19. und frühen 20. Jahrhundert lieferte das Annapolis Valley Äpfel für einen Großteil des Britischen Weltreichs. Doch dann geriet die Industrie in den Niedergang. Heute boomt „The Valley“ wieder mit neuen Erzeugern, die preisgekrönte Weine, Apfelweine und Spirituosen produzieren. Was da heraussticht, ist Tidal Bay – ein knackiger, leicht säuerlicher Weißwein, der perfekt zu Meeresfrüchten passt.

Wo kann man eine Weinprobe machen?

Eine Weinprobe kann man z.B. bei Luckett’s Vineyard in Wallbrook (Website) machen. Der Weinbauer stammt aus England, was anhand der mitten in den Weinreben stehenden roten Telefonzelle auch unschwer zu erkennen ist. Mit ihr kann man auf amerikanische Nummer sogar kostenlos anrufen. Beliebt ist dazu ein Glas des „Luckett’s Phone Box Red“.

Grand Pré

Lunenburg ist nicht die einzige UNESCO-Weltkulturerbestätte in Nova Scotia (es gibt fünf!), Die 13 Quadratkilometer große Kulturlandschaft des Grand Pré liegt in der Bay of Fundy im Annapolis Valley. Das Marschland und die archäologischen Stätten zeugen von der Technologie des 17. Jahrhunderts. Den besten Einblick in die Landschaft hat man bei der Fahrt zum View Park an der Old Post Road.

Restaurant-Tipp

Le Caveau Restaurant

Im ältesten landwirtschaftlichen Weingut in den atlantischen Provinzen Kanadas landen lokale Zutaten auf dem Tisch und laden zu einer kulinarischen Reise durch Nova Scotia ein.

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Hotel-Tipp

The Evangeline

Charmant übernachten könnt im Owner’s House oder in einem der 18 stilsicher eingerichteten Zimmern im „The Inn“.

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Burntcoat Head Park

Wandern auf dem Meeresboden – genau das kann man im Burntcoat Head Park in Nova Scotia. Denn dieser ist als Heimat der weltweit höchsten gemessenen Gezeiten bekannt. Das bestätigt sogar das Guinness-World-Records-Buch. Zweimal täglich fließen 160 Milliarden Tonnen Meerwasser in die Bay of Fundy und wieder heraus. Genau hier ist der Unterschied zwischen Ebbe und Flut am größten in der Welt. Der Tidenhub beträgt bis zu 16,3 Meter.

Unser Tipp

Nehmt an einer Tour auf dem Meeresboden teil! Bei Ebbe darf man runterklettern und den Meeresgrund bestaunen. Wer hier nichts verpassen will, kann eine Führung machen, bei der man tolle Fakten über die Lebewesen, Gezeiten und die Geheimnisse des Meeres lernt.

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Restaurant-Tipp

Flying Apron Inn

Ca. 40 Min. entfernt kann man sich mit ehrlichen, lokalen und saisonalen Gerichte stärken.

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Cape Breton Island ist einfach wunderschön
Cape Breton Island ist einfach wunderschön

Cape Breton Island

Die Kap-Breton-Insel ist eines der Highlights von Nova Scotia. Sie liegt auf dem nordamerikanischen Schelf und ist durch die an der engsten Stelle nur rund 770 Meter breite Straße von Canso vom kanadischen Festland getrennt, aber mit ihm durch einen 1955 aufgeschütteten Verkehrsdamm verbunden. Am Ende befindet sich eine Brücke, welche den Hafen Port Hawkesbury mit dem Meer verbindet. Im Herbst und zur jahrzeitlichen Laubfärbung lockt Cape Breton Island mit Natur in den herrlichsten Farbtönen. Hier trifft das wilde Meer auf eine zerklüftete Küste und tiefe Seen auf sattgrüne Wiesen. Für viele Kanada-Liebhaber ist die Insel in Nova Scotia in ihrer Schönheit mit nichts gleichzusetzen.

Als Alexander Graham Bell (Wikipedia), der britische und später US-amerikanische Audiologe und Erfinder des Telefons, Cape Breton zum ersten Mal besuchte, war er von der Aura des Eilands begeistert.

„Ich bin um den Globus gereist. Ich habe die kanadischen und amerikanischen Rockies, die Anden, die Alpen und die Highlands von Schottland gesehen, aber für einfache Schönheit übertrifft Cape Breton sie alle.“

Hier am Ceilidh Trail, werden schottische Traditionen und gälische Folklore lebendig. Ceilidh (ausgesprochen kay-lee) ist gälisch und bedeutet „Party“ oder „Zusammenkunft“. Die keltische Musik in Nordamerika wurde hier geboren und wenn die Musiker von Cape Breton eure Zehen nicht zum Mitklopfen bringen können, überprüft lieber euren Puls!

Im Glenora Inn gibt's Live-Musik und Whiskey
Im Glenora Inn gibt’s Live-Musik und Whiskey

Glenora Inn & Distillery

Whiskey verbindet die meisten mit den USA, mit Irland und Schottland. Dabei verbindet die schottische Vergangenheit auch Nova Scotia mit der durch Destillation aus vergorener Getreidemaische gewonnene und im Holzfass gereiften Spirituose. Die Gälen sollen „Uisge Beatha“ erfunden haben, „das Wasser des Lebens“. Und wie das schmeckt, findet man am besten bei einem Whiskey-Tasting heraus.

Das Glenora Inn & Distillery in Glenville ist nicht nur ein schöner Ort zum Übernachten, sondern auch eine Whiskey-Destillerie, die in eine Landschaft eingebettet ist, die schöner nicht sein könnte. Am Ceilidh Trail, werden schottische Traditionen und gälische Folklore lebendig. Zum Beispiel im hauseigenen Washback Pub, wo beim abendlichen (neu-)schottischen Ceilidh nach Herzenslust musiziert wird – nicht selten mit dem typischen Stampfen auf den Boden. Dazu gibt es Whiskey aus Nordamerikas erster Single-Malt-Whisky-Destillerie.

Unser Tipp

Führungen durch die Brennerei werden täglich von Mitte Mai bis Ende Oktober angeboten.

Hotel-Tipp

Glenora Inn & Distillery

Übernachten in einer der wohl am schönsten gelegene Whiskey-Destillerien der Welt? Ja bitte!

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Adresse

13727 Highway 19, Mabou, NS B0E 1X0, Kanada

Im Highlang Museum könnt ihr Geschichten aus erster Hand lauschen
Im Highlang Museum könnt ihr Geschichten aus erster Hand lauschen

Highland Village Museum in Iona

Die gälische Geschichte, Kultur und Sprache in Nova Scotia erlebt man am Highland Village Museum in Iona. Das Freilichtmuseum mit der schönen Kirche von 1874 thront über dem Bras d‘Or Lake und gibt einen tollen Einblick in Leben von anno dazumal. Das funktioniert deshalb so gut, weil eine Reihe von kostümierten Schaustellern in die Rollen von früher schlüpft – samt Erzählungen aus erster Hand, die Besucher ins Nova Scotia von 1830 bis 1900 zurückreisen lassen. So wird in und rund um die Bauernhäuser fleißig gewebt, gequiltet, Teppiche geknüpft und der Haushaltswarenladen betrieben.

Sehenswert ist auch das Highland Village Museum am Eingang. In einem modernen Bau wird die gälische Geschichte in Nova Scotia thematisiert.

Adresse

4119 NS-223, Iona, NS B2C 1A3, Kanada
Website

Eskasoni Cultural Journeys

Zur echten Nova-Scotia-Experience gehört auch eine kleine Lehrstunde über die First Nations. Und das geht besonders gut bei den Eskasoni Cultural Journeys im hügeligen Kernland von Cape Breton, wo man die Lebensweise der Mi’kmaq in einer von fünf Gemeinden in auf Cape Breton – und der größten der Welt – kennenlernen kann.

Exkurs: Was sind die First Nations überhaupt?

Als First Nations (französisch Premières Nations, deutsch Erste Nationen) werden über 600 verschiedene indigene Völker in Kanada bezeichnet, ausgenommen die Métis (Nachkommen von Cree und Europäern) und die im Norden lebenden Inuit (Wikipedia).

In dieser Region gibt es ein äußerst lebendiges kulturelles Herz, das mit den Trommeln der Schotten schlägt, die dieses Land besiedelten, und der Mi’kmaq, die zuvor hier lebten. Wir sind in der 4.000-Einwohner-Gemeinde Eskasoni, dessen Namen vom Wort „We’kwistoqnik“ stammt, was wiederum so viel bedeutet wie „wo es viele Tannen gibt“. Das trifft es ziemlich gut. Tatsächlich ist dies die größte Mi’kmaq-Gemeinde der Welt und als solche fühlen sie sich verpflichtet, ihre Geschichte, Kultur und Lebensweise der Nachwelt näherzubringen. So werden unter anderem traditionelle Heilmittel und alte Jagdwerkzeuge erklärt.

Adresse

105 Trans-Canada Hwy, Baddeck, NS C0A 1H8, Kanada
Website

Die Festung Louisbourg lässt sich auch gut von Weitem erkunden
Die Festung Louisbourg lässt sich auch gut von Weitem erkunden

Festung Louisbourg

Nachdem die ursprüngliche Siedlung in Louisbourg auf der Kap-Breton-Insel in Nova Scotia 1713 von den Franzosen gegründet wurde, entwickelte sich die Festung Louisbourg – vielleicht eine der größten Befestigungsanlagen Nordamerikas – über Jahrzehnte zu einem florierenden Zentrum für Fischerei und Handel. Die Festung wurde zweimal belagert. Und als sie im Jahr 1758 an die Briten fiel, bauten diese sie Stein für Stein ab. Nur der guten Archivierung von Dokumenten ist es zu verdanken, dass die Festungsstadt in den 1960er-Jahren wieder aufgebaut werden konnte.

Heute ist die Festung Louisbourg ein beliebtes Ausflugsziel, das jeden Sommer von Hunderten von kostümierten Animateuren, die als Soldaten und Stadtbewohner aus dem 18. Jahrhundert gekleidet sind, zum Leben erweckt wird.

Hotel-Tipps

North Star

Geführt von den schottisch-kanadischen TV-Moderatoren Colin McAllister und Justin Ryan bietet das North Star stilsichere Suiten und Zimmer wie „Ocean Front“- und „Sunset Suites“.

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Restaurant-Tipp

The Bothy

Das neu gestaltete Restaurant gehört zum Hotel North Star und bietet ein breites Menü und Livemusik.

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Größte Geige der Welt

In Sydney in Nova Scotia (nicht zu verwechseln mit dem Namensvetter in Australien) steht die mit stolzen 18 Metern größte Geige der Welt, gebaut in Anerkennung des musikalischen Talents von Cape Breton. Eigentlich nicht der Rede wert und dann doch wieder so gaga, dass es in einer Liste mit Sehenswürdigkeiten in Nova Scotia nicht fehlen darf.

Der Cabot Trail gehört zu den schönsten Panoramastrecken in Nova Scotia
Der Cabot Trail gehört zu den schönsten Panoramastrecken in Nova Scotia

Cabot Trail

Ob Highway 1 (USA), Garden Route (Südafrika), Amalfitana (Italien), Schwarzwaldhochstraße (Baden-Württemberg, Deutschland), Ring of Kerry (Irland) oder Transfogarasche Hochstraße (Rumänien) – wir lieben Panoramastraßen!

Wenn es um Nova Scotia geht, darf natürlich der Cabot Trail nicht fehlen. Die in die Berghänge geschlagene Küstenstraße gilt als eine der spektakulärsten Strecken in Nordamerikas. Sie schlängelt sich entlang der felsigen Nordküste von Cape Breton und führt hinauf zu den Hochebenen des Cape Breton Highlands National Park. Augen auf! Denn Sichtungen von Walen und Weißkopfseeadler sind keine Seltenheit.

Extra-Tipp

Wenn es das Wetter mitmacht, lohnt sich eine Gondelfahrt mit der ersten und einzigen Gondelbahn der atlantischen Provinzen Kanadas hinauf zum Cape Smokey, das im Winter ein beliebtes Skigebiet ist.

Im Cape-Breton-Nationalpark könnt ihr richtig gut wandern gehen
Im Cape-Breton-Nationalpark könnt ihr richtig gut wandern gehen

Cape-Breton-Highlands-Nationalpark

Auf dem Cabot Trail geht es weiter zum in den Norden der Kap-Breton-Insel zum Cape-Breton-Highlands-Nationalpark. Während bei gutem Wetter eine Wanderung wie auf dem 6,5 km langen Skyline Trail eine Option ist, lohnt sich bei schlechtem Wetter auch nur eine Autofahrt durch die wundervolle Natur. Es warten Ausblicke auf den Ozean und mit etwas Glück Sichtungen von Elchen, Schwarzbären und Weißkopfseeadlern. Aber auch Wale und Basstölpel können von den Wanderwegen an der Küste beobachtet werden.

Alexander Graham Bell National Historic Site

In Baddeck am Bras d‘Or Lake wurde dem großen Erfinder Alexander Graham Bell ein Denkmal gesetzt – schließlich wohnte er hier ganze 37 Jahre. Das ihm gewidmete Museum führt in die Innovationen des britischen und später US-amerikanischen Audiologe und Großunternehmer ein, der mit seiner Arbeit einen großen Teil zur modernen Welt beitrug und unter anderem das Telefon erfand. Das Museum ist liebevoll aufbereitet und besonders empfiehlt sich die White-Glove-Tour, bei der man wertvolle Reliquien aus seinem Leben mit eigener Hand(schuhen) anfassen darf.

Übernachten kann man z.B. im rund 1 Autostunde entfernten Chéticamp, einer am westlichen Eingang des Cape-Breton-Highlands-Nationalparks liegende akadische Ortschaft am Sankt-Lorenz-Golf.

Restaurant-Tipp

The Freight Shed

Eines unserer liebsten Restaurants in Nova Scotia liegt direkt im Hafen von Baddeck und unweit von Kidston Island entfernt. Hier kommt frischer Fisch auf den Tisch, die Atmosphäre ist entspannt, das Team super nett und das Essen unglaublich gut!

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Chéticamp

Chéticamp ist ein kleiner Fischerort an der Westküste von Nova Scotia, der für seine akadische Kultur und seine schöne Landschaft bekannt sein. Die Stadt beherbergt mehrere Attraktionen, darunter das Les Trois Pignons, das die Geschichte des akadischen Volkes anhand von Hakenteppichen erzählt, und das Chéticamp Island Nature Reserve, ein Paradies für Vogelbeobachter und Naturliebhaber.

Hotel-Tipp

Maison Fiset House

Direkt am Cabot Trail bietet sich diese bodenständige Übernachtungsmöglichkeit an – mit acht einfachen Zimmern und einer wohligen Atmosphäre in einem Haus von 1895.

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Restaurant-Tipp

L‘Abri Café & Restaurant

Das Restaurant bietet gutes Essen zu vernünftigen Preisen und guter Atmosphäre.

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Nova Scotia Reisetipps

Im Folgenden findet ihr hilfreiche Reisetipps für eure Reise nach Nova Scotia. Erfahrt, wie ihr euren Roadtrip plant, welche Gerichte ihr unbedingt probieren solltet und, warum in Nova Scotia nicht nur Englisch gesprochen wird.

An jeder Ecke ist Nova Scotia einfach wunderschön
An jeder Ecke ist Nova Scotia einfach wunderschön

Roadtrip-Tipps

Wie plant man am besten einen Roadtrip durch Nova Scotia? Ganz einfach: Los geht es direkt mit der Ankunft in Halifax. Wir empfehlen euch, eine Nacht in Halifax zu bleiben und am nächsten Tag von dort mit dem Mietwagen auf euer Abenteuer zu starten. Den Mietwagen könnt ihr dabei direkt von Deutschland aus buchen.

Anreise

Am einfachsten ist die Anreise nach Nova Scotia mit dem Direktflug der Condor. 2024 fliegt die Condor von Mai bis September jeweils Dienstag, Donnerstag, Freitag und Samstag innerhalb von knapp 7 Stunden von Frankfurt am Main nach Halifax in Nova Scotia.

Möchtet ihr außerhalb dieses Zeitraums nach Nova Scotia fliegen, seid ihr auf Verbindungen angewiesen, die mit mindestens einem Umstieg verbunden sind. Aber keine Sorge, hier gibt es auch tolle Verbindungen, die direkt von Deutschland nach Kanada führen. So fliegt beispielsweise die Lufthansa von Frankfurt am Main nach Montréal und von dort weiter nach Halifax. Und auch Air Canada verbindet die beiden Städte mit guten und schnellen Flügen miteinander.

Reisezeit

Die Provinz Nova Scotia liegt im östlichsten Teil von Kanada und damit in der gemäßigten Klimazone. Zwar ist Nova Scotia komplett von Wasser umgeben, doch ist das Klima eher kontinental und mild. Aber Achtung: Nova Scotia hat weltweit die häufigsten Nebeltage und stark ausgeprägte Wetterveränderungen. Tatsächlich gibt es im Schnitt 121 Nebeltage pro Jahr in Nova Scotia. Wann aber ist die richtige Zeit, um Nova Scotia zu bereisen?

Wir selbst waren im Oktober vor Ort, um schon einen Teil der Laubfärbung mitzubekommen. Die Temperaturen lagen in dem Zeitraum bei ca. 10-18 Grad am Tage, in der Nacht war es natürlich kühler. Wir hatten in unserer Woche zwar ein wenig Regen, dafür aber auch tolle sonnige Tage. Auch für den Grad der Laubfärbung war der Oktober perfekt.

Die wärmsten Monate in Nova Scotia sind der Juli und August mit einer Tagestemperatur von jeweils 20-30 Grad und dem minimalsten Niederschlag. Wirklich kalt ist es in Nova Scotia im Dezember, Januar und Februar, wenn die Temperaturen auf bis zu -10 Grad sinken. Der regenreichste Monat ist dafür der November.

Reiseführer

Wollt ihr euch noch ein bisschen einlesen vor eurer Reise nach Nova Scotia? Dann können wir euch die folgenden Reiseführer empfehlen.

  • Reise Know-How „Kanada – der maritime Osten“, Juli 2023 (Amazon)
  • Baedeker Reiseführer Kanada Osten, Juli 2022 (Amazon)
  • DuMont Reise-Handabuch „Kanada – Der Osten“, April 2023 (Amazon)

Essen & Trinken

Die Küche Nova Scotias ist vor allem von der Nähe zum Meer geprägt: Fisch, Meerestiere und vor allem Hummer gehören hier in fast jedem Restaurant zu den Standardgerichten. Und, glaubt uns, einen so guten Hummer wie in Nova Scotia habt ihr sicher noch nie gegessen! Kein Wunder, dass Nova Scotia als DIE Hummerregion gilt – hier ist wirklich immer Hummer-Saison!

Ansonsten solltet ihr euch auf ein Feuerwerk der Kulinarik einstellen. Denn abgesehen von Fisch und Seafood, kommen hier auch in allen anderen Bereiche echte Delikatessen auf den Teller und ins Glas. Angefangen bei selbst angebautem Wein aus der Weinregion von Nova Scotia bis hin zu Rind und Lamm, das ebenfalls aus dem östlichsten Teil Kanadas kommt.

Damit ihr vor Ort auch genau wisst, was ihr nicht verpassen solltet, stellen wir euch im Folgenden die wichtigsten Gerichte aus Nova Scotia vor:

Donair gilt mittlerweile als Nationalgericht von Halifax
Donair gilt mittlerweile als Nationalgericht von Halifax

1. Donair

Nein, das ist kein Tippfehler. Donair ist tatsächlich eine Art Döner, der von einem griechischen Einwanderer in Halifax entwickelt wurde. Die Geschichte dazu ist dabei gänzlich einfach: Ein Grieche eröffnet einen Kebab-Laden und verkauft Pita mit Kebab-Fleisch, so wie man es eben aus Griechenland kennt. Den Kanadiern hat das aber überhaupt nicht geschmeckt. Und so hat der Grieche seine Pita angepasst. Wer heute Donair bestellt, bekommt eine Pita mit „einer Art Dönerfleisch“ (man nennt das Fleisch nicht umsonst ‚magic meat’…), Tomaten und Zwiebeln sowie einer süßen Knoblauchsauce. Für den Extrakick kommt noch Käse rauf. Fun Fact: Seit 2015 gehört Donair offiziell zu den typischen Halifax-Gerichten. Unser Fazit: Schon lecker, aber eine echte Bombe, die sicherlich nicht zu den gesündesten Gerichten in Nova Scotia gehört.

Hummer ist das absolute Nationalgericht in Nova Scotia
Hummer ist das absolute Nationalgericht in Nova Scotia

2. Hummer

Wir haben es anfangs schon erwähnt – Hummer ist ein fester Bestandteil der Küche in Nova Scotia. Wenn ihr den frischsten Hummer sucht, dann solltet ihr unbedingt Hall’s Harbour besuchen. Das kleine Örtchen lebt vom Hummerfang und serviert euch hier wirklich die allerbesten Stücke. Wer will, bekommt hier sogar einen Blick hinter die Kulissen. Unser Tipp: Probiert doch auch mal die kanadische Version des Hummers in Form von Hummer-Poutine. Dabei wird eine cremige Hummersauce über Pommes serviert.

3. Jakobsmuscheln

Und noch eine echte Delikatesse aus dem Meer: Jakobsmuscheln! In der Bay of Fundy befindet sich die größte Muschelfangflotte der Welt, doch auch überall sonst könnt ihr in Nova Scotia wirklich richtig frische und vor allem saftige Jakobsmuscheln probieren.

Fast jedes Restaurant in Nova Scotia hat ein eigenes Chowder-Rezept
Fast jedes Restaurant in Nova Scotia hat ein eigenes Chowder-Rezept

4. Chowder

An einem typisch stürmischen und vielleicht sogar nebligen Tag in Nova Scotia, ist eine Portion Chowder genau das Richtige. Dabei handelt es sich um eine sahnige Fischsuppe mit allerlei Fisch und Meerestieren. Jedes Restaurant hat dabei ein ganz eigenes Rezept. Uns hat das Chowder im „The Freight Shed“ in Baddeck am besten geschmeckt.

FAQ

Im Folgenden beantworten wir euch die wichtigsten Fragen zu Nova Scotia.

Wo liegt Nova Scotia?

Nova Scotia ist eine kanadische Provinz, die sich im Osten des Landes befindet. Sie liegt direkt an der Atlantikküste und besteht größtenteils aus der Halbinsel Nova Scotia.

Was bedeutet Nova Scotia?

Nova Scotia heißt übersetzt Neuschottland – und das kommt nicht von ungefähr. Mehr zur Geschichte von Nova Scotia erfahrt ihr oben im Artikel.

Wofür ist Nova Scotia bekannt?

Die östliche Provinz Nova Scotia ist bekannt für die raue Meeresluft des Atlantiks, den wunderschönen Cape Breton Nationalpark, dem weltweit besten Hummer und für die allerbesten Roadtrip-Voraussetzungen. Abgesehen davon kommt Nova Scotia mit einer spannenden Geschichte um die Ecke.

Wie ist das Klima in Nova Scotia?

Auch wenn Nova Scotia direkt am Atlantik liegt, es das Klima eher mild. Im Winter sinken die Temperaturen auf maximal -10 Grad und im Sommer kann es schon einmal zu bis zu 30 Grad an einem sonnigen Tag kommen. Ansonsten ist Nova Scotia vor allem für eines bekannt: den Nebel, der sich manchmal über ganze Halifax zieht.

Was spricht man in Nova Scotia?

Die Amtssprache Nova Scotias ist Englisch, wie im Rest Kanadas. Aufgrund der schottischen Geschichte wird aber zum Beispiel auf der Insel Cape Breton in einigen Familien noch kanadisch-gälisch, also eine Art schottisch-gälisch, gesprochen. Neben den ca. 830.000 anglophonen Kanadiern in Nova Scotia, gibt es zudem etwa 40.000 frankophone Akadier, die vor allem in Digby County, Yarmouth County um Antigonish, in Guysborough County, auf der Isle Madame sowie in den Dörfern Richmond, Cheticamp, St. Joseph du Moine und im Iverness County leben. Dazu kommen ca. 4.500 indigene Mi’kmaq, die algonkinsprachig sind sowie deutsche Muttersprachler, die 0,5 % der Bevölkerung ausmachen.

Welches ist der meistbesuchte Ort in Nova Scotia?

Der meistbesucht Ort in Nova Scotia ist sicherlich die Hauptstadt Halifax, die allein aufgrund ihres Kreuzfahrthafens das Tor zu Nova Scotia bildet. Von hier aus starten die meisten Touristen nach Peggy Cove, um den berühmten Leuchtturm zu besuchen, der tatsächlich zu den weltweit meistbesuchten Leuchtturmen zählt. Auch Cape Breton mit dem gleichnamigen Nationalpark gehört zu den Top-Sehenswürdigkeiten von Nova Scotia.

Wie viele Tage sind ausreichend für Nova Scotia?

Für unseren Roadtrip in Nova Scotia haben wir uns sieben Tage Zeit genommen. Tatsächlich hätten wir aber definitiv noch länger vor Ort bleiben können. Allein die Insel Cape Breton mit dem Nationalpark bietet zahlreiche Wanderungen und tolle Übernachtungsmöglichkeiten. Wir empfehlen euch eine Aufenthaltsdauer von mindestens sieben Tagen, wären aber gern mindestens 14 Tage vor Ort geblieben.

Fragen & Tipps?

Her damit! Wir freuen uns über eure Empfehlungen in den Kommentaren.Für einen Einblick in unsere Reise, schaut in unsere Story-Highlights auf Instagram.

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