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Berlin im Winter: 11 winterliche Ausflüge in und um Berlin

Was kann man im Winter in Berlin unternehmen? Wir verraten euch unsere besten Tipps für Ausflüge und Aktivitäten in und um die deutsche Hauptstadt – von Schlittschuhen bis zu Winterwanderungen.

Die Krumme Lanke ist perfekt für Berlin im Winter

Der Winter in Berlin wird oft als grau und trist beschrieben. Aber, wisst ihr was? Das sehen wir anders. Denn auch ein grauer Wintertag kann zu einem schönen Erlebnis werden – man muss nur wissen, wo es hingehen soll. In diesem Artikel möchten wir euch schöne Ausflüge in und um Berlin vorstellen, die sich vor allem in der kalten Jahreszeit lohnen.

Wo kann man im Winter in Berlin gut spazieren gehen? Wo kann im Schlittschuhe laufen? Wo ist es in gerade in in den Wintermonaten besonders schön? Wir stellen euch unsere Lieblingsspaziergänge vor und verraten euch, wo es uns an einem sonnigen Wintertag am liebsten hinzieht.

Also: Springt in die dicken Winterstiefel, legt euch einen dicken Schal um und entdeckt Berlin im Winter, es lohnt sich!

Ausflüge im Winter in Berlin: Nach Lübbenau
Die Kanäle in Lübbenau sind im Winter manchmal komplett zugefroren

Lübbenau im Spreewald

Kaum zu glauben, aber gerade einmal eine Stunde entfernt vom Zentrum der Hauptstadt von Deutschland liegt der gigantische Spreewald. Das große Niederungsgebiet ist nicht nur bekannt für die knackigen Spreewaldgurken, sondern vor allem für seine Kanäle, die sich wie kleine Äderchen durch die Region ziehen. Vor allem im Winter ist der Spreewald einfach nur traumhaft.

Der beste Ausgangspunkt für einen Ausflug in den winterlichen Spreewald ist Lübbenau. Ihr erreicht das „Tor zum Spreewald“ von Berlin aus innerhalb von einer Stunde mit dem Auto oder aber natürlich mit der Bahn. Lübbenau ist zum einen für das hübsche Schloss bekannt, aber auch für die vielen Kanäle, die sich durch die ganze Stadt ziehen.

Wenn es so richtig knackig kalt ist, könnt ihr die Kanäle sogar zugefroren erleben. Dann verwandelt sich die Stadt in ein großes Eisparadies, ihr könnt auf den Kanälen Schlittschuh laufen, Bewohner der Stadt bauen kleine Glühweinstände auf und über der ganzen Stadt liegt ein ganz besonderes Flair. So lieben wir den Winter in Berlin.

Anreise

Mit dem Zug bis nach Lübbenau und dann einfach zu Fuß in Richtung Ortskern. Alternativ könnt ihr mit dem Auto anreisen. Parken könnt ihr auf dem Parkplatz vom Schloss (Tagesticket 7 Euro, am Sonntag kostenlos).

Müggelsee im Winter in Berlin
Eine absolute Seltenheit: der zugefrorene Müggelsee

Müggelsee

Wer denkt, der Müggelsee ist der perfekte Sommerausflug, der hat sich geirrt. Denn vor allem in der Winterzeit (und bei eisigen Temperaturen) verwandelt sich der Müggelsee in Berlins schönsten Winter Wonderland. Unser Tipp? Setzt euch morgens in die S-Bahn und fahrt bis nach Friedrichshagen. Von der S-Bahnstation aus müsst ihr ein Stückchen über die hübsche Bölschestraße laufen, bis ihr die nördliche Seite und damit auch ein Ende des Müggeltunnels erreicht. Ein kurzer Spaziergang durch den Tunnel bringt euch „auf die andere Seite“, die eigentlich gar keine andere Seite ist, sich aber dennoch so anfühlt.

Hier könnt ihr direkt am Wasser und gleichzeitig durch den schneebedeckten Wald vom Berliner Bezirk Treptow-Köpenick spazieren und euch so fühlen, als wärd ihr richtig weit weg von der Stadt. Unser Highlight? Der Blick auf die ehemalige Brauerei „Berliner Bürgerbräu“ weckt irgendwie etwas historisches.

Übrigens: Nur alle Jubeljahre friert der Müggelsee im Winter so zu, dass man die Fläche auch betreten kann. Wenn das der Fall ist, offenbart sich hier eine echte Schönheit.

Anreise

Mit der S-Bahn bis nach Friedrichshagen und dann über die Bölschestraße zum Start des Müggeltunnels.

Rummelsburger Bucht

Vom S-Bahnhof Ostkreuz kommend, ist es nur ein kurzer Weg bis ihr die Rummelsburger Bucht erreicht. Der Ausfläufer der Spree ist vor allem im Sommer als Mekka für Wassersportler bekannt. In der „Bucht“ könnt ihr dann Kanu oder SUP fahren oder sogar das Segeln lernen. Im Winter jedoch sieht es hier anders aus: Dann ist die Oberfläche zum Teil zugefroren, die Hausboote werden zu Stillleben und der Weg, der die idyllische Halbinsel Stralau umrundet, zur Skilanglaufpiste. Herrlich!

Anreise

Einfach mit der S-Bahn bis zum Ostkreuz fahren und dann in Richtung Rummelsburger Bucht laufen.

Pfaueninsel in Berlin
Die Pfaueninsel ist ein tolles Ziel für einen Tagesausflug

Pfaueninsel

Dass der Wannsee ein wunderbares Ausflugsziel in Berlin ist, egal ob Sommer, Herbst oder Frühling, das ist bekannt. Dass aber vor allem die Pfaueninsel im Winter einfach nur schön ist, haben wir erst in diesem Jahr entdecken dürfen.

Die Pfaueninsel befindet sich in der Havel und liegt damit im Südwesten Berlins. Sie gehört zum Ortsteil Wannsee und somit zum Bezirk Steglitz-Zehlendorf. Als Berliner sagt man dazu JWD – janz weit draußen. Aber genau deswegen lohnt sich der Ausflug an die Stadtgrenze Berlins und vor den Toren Potsdams.

Was macht die Pfaueninsel zu einem tollen Ausflug im Winter? Ganz einfach: Allein die Anfahrt ist schon idyllisch. Denn sie führt im Winter einmal quer durch die schneebedeckten Äste des Düppeler Forst, bevor ist mit der kleinen Fähre Luise in wenigen Minuten auf die Insel geht. Auf der Pfaueninsel selbst könnt ihr euch auf einen schönen und etwa 2,5-stündigen Spaziergang machen und dabei nicht nur das Schloss Pfaueninsel bewundern, sondern immer wieder echte Pfauen beobachten. Wir finden: Das ist der perfekte Ausflug im Winter, um sich wirklich weit weg von der Stadt zu fühlen.

Anreise

Am einfachsten mit dem Auto bis zum Fährhafen der Pfaueninsel. Von hier fährt die Fähre Luise alle 15 Min. auf die Pfaueninsel. Auf der Website findet ihr aktuelle Informationen zu den ersten und letzten Überfahrten. Tickets für die Fähre kosten 4 Euro pro Person für beide Fahrten.

Die Krumme Lanke ist perfekt für Berlin im Winter
Die Krumme Lanke ist perfekt für einen winterlichen Ausflug

Krumme Lanke

Krumme, was? Krumme Lanke. Ein See, der von oben ein bisschen wirkt, wie ein Wurmfortsatz – dank seiner Form natürlich. Er befindet sich ebenfalls im Berliner Bezirk Steglitz-Zehlendorf und gleichzeitig im Randgebiet des Grunewalds. Nur unweit von der Krummen Lanke entfernt befindet sich außerdem der Schlachtensee, der natürlich sowohl im Sommer als auch im Winter ein tolles Ausflugsziel ist.

Was macht die Krumme Lanke im Winter so schön? Wir finden, dass der Rundweg um die Krumme Lanke herum die perfekte Länge für einen Spaziergang im Winter in Berlin hat. Ihr könnt zwischendurch auch mit einem heißen Kaffee aus der Thermoskanne auf eine der Bänke Platz nehmen und aus der Ferne die verrückten eisbadenden Leute beobachten – oder einfach nur die malerische Natur um euch herum bewundern.

Die Krumme Lanke ist ca. 1100 Meter lang, hat einen Umfang von etwa 2,5 Kilometern und ist genau deswegen perfekt für alle, die an einem winterlichen Sonntag mal kurz raus aus der Stadt wollen.

Anreise

Mit der U-Bahn bis zur Station Krumme Lanke (U3) und von dort etwa 1 Kilometer zu Fuß bis zur Krummen Lanke.

Blick auf den Teufelsberg vom Drachenberg aus
Der Blick auf den Teufelsberg vom Drachenberg aus ist einmalig

Drachenberg

Wir lieben den Drachenberg! Warum? Weil er den schönsten Blick auf Berlin bietet – und gleichzeitig auf die ehemalige Abhörstation auf dem Teufelsberg. Während viele auf den Teufelsberg spazieren, um die riesigen „Bälle“ aus der Nähe zu begutachten, ist es doch eigentlich viel schöner, alles aus der Ferne zu sehen, oder?

Im Sommer und Herbst ist der Drachenberg zum einen bekannt als perfekter Ort für ein Sonnenuntergangspicknick nach dem anstrengenden Treppenlaufen oder, wie der Name schon sagt, um Drachen steigen zu lassen. Im Winter ist er häufig etwas weniger besucht, was ihn noch idyllischer und hübscher macht.

Unser Tipp: Packt euch heißen Glühwein und Lebkuchen ein und kommt für einen winterlichen Sonnenuntergang her. Denn auch im Winter glüht Berlin zur richtigen Zeit herrlich orange.

Anreise

Am einfachsten geht es mit dem Auto, denn dann könnt ihr direkt am Fuße des Drachenbergs parken. Alternativ fahrt ihr mit der S-Bahn bis S-Bahnhof Heerstraße und lauft dann zu Fuß.

Barnimer Dörferweg

Wusstet ihr, dass es bis heute in Berlin noch eine Menge Dörfer gibt? Da wäre zum Beispiel Malchow, das sich unweit von Pankow befindet, Rixdorf mitten in Neukölln und eben auch Barnim. In den letzten Jahren hat die Stadt Berlin immer mehr „offizielle“ Wander- und Spazierwege entwickelt, um die Städter auch mal ins Grüne zu locken. Einer dieser Wege ist der Barnimer Dörferweg, der vom idyllischen Alt-Tegel am Tegeler See bis in das malerische Dorf Barnim führt.

Unser Tipp: Verkürzt den Weg im Winter einfach ein wenig und spaziert von Alt-Tegel aus, immer dem Tegeler Fließ folgend bis nach Lübars. Das Dorf gehört ebenfalls zu den Berliner Dörfern und bietet euch alles, was ihr so normalerweise nur aus Dörfern in Brandenburg, Sachsen oder anderen Reisezielen in Baden-Württemberg und Bayern kennt: kopfsteingepflasterte Gassen, süße Häuser, eine hübsche Dorfkirche und Ruhe.

Nicht verpassen: Auf dem Weg kommt ihr an den Wasserbüffeln im Tegeler Fließtal vorbei. Besonders idyllisch wird es auf der Holzbrücke am Tegeler Fließ, die sich in Höhe des Marie-Schlei-Platzes befindet und über das Fließ führt.

Anreise

Wenn ihr von Alt-Tegel startet, dann fahrt einfach mit der U-Bahn bis Alt-Tegel.

Potsdam

Hach, Potsdam ist einfach immer einen Ausflug wert. Ihr könnt hier nicht nur die komplette Anlage rund um das Schloss Sanssouci im Schnee bewundern, sondern euch auch im Holländischen Viertel bei heißer Schokolade und echten holländischen Pommes aufwärmen.

Unser Tipp: Wenn ihr in Potsdam seid, dann macht unbedingt einen Spaziergang durch Babelsberg. Der Stadtteil ist der größte von Potsdam und vor allem im nördlichen Teil richtig hübsch. Denn dort könnt ihr durch den Park Babelsberg spazieren, das Schloss Babelsberg bewundern und aus der Ferne nicht nur die Aussicht auf die Sehenswürdigkeiten von Potsdam genießen, sondern vor allem auch die Glienicker Brücke erkennen. Das ist Geschichte zum Anfassen!

Anreise

Potsdam könnt ihr von Berlin aus ganz einfach mit der S-Bahn erreichen.

Brandenburg an der Havel Sehenswürdigkeiten
In Brandenburg an der Havel kann man gut einen Tag verbringen

Brandenburg an der Havel

Ihr sucht ein Ausflugsziel für Berlin im Winter? Dann seht euch mal Brandenburg an der Havel genauer an. Hier warten auf euch pastellfarbene Häuser, kopfsteingepflasterte Gassen und Möpse.

Warum? Weil ihr hier nicht nur richtig gute heiße Schoki im Cafe „Wenn ich mal groß bin…“ schlürfen, sondern auch perfekt an der Havel spazieren könnt und nebenbei ein bisschen Geschichte mitbekommt. Dazu kommt, dass sich in der Stadt verteilt kleine Mops-Statuen befinden, die an Loriot erinnern sollen und einfach immer putzig wirken. Unser Tipp: Schnappt euch eine heiße Schokolade und geht auf Mopssuche in Brandenburg an der Havel.

Anreise

Brandenburg an der Havel könnt ihr von Berlin aus einfach mit dem Zug erreichen.

Grumsiner Buchenwald in Altkünkendorf
Der Grumsiner Buchenwald in Altkünkendorf ist perfekt für einen Spaziergang

Grumsiner Buchenwald

Während unserer Recherche für uns Buch „52 Eskapaden im Barnim und in der Uckermark“ sind wir auf den traumhaften Grumsiner Buchenwald aufmerksam geworden. Warum? Weil es nirgends so hübsche Buchen gibt, wie hier.

Vor allem in der kalten Jahreszeit lässt es sich hier wunderbar spazieren. Dafür fahrt ihr einfach bis nach Altkünkendorf, lasst das Auto an der Touristeninformation stehen und startet von dort auf die Wanderung – immer dem orangenen Buchenblatt am Baum folgend. Der Grumsiner Buchenwald gehört seit 2011 zum UNESCO Weltnaturerbe und ist allein deswegen schon einen kleinen Ausflug wert.

Unser Tipp: Wenn ihr den Ausflug in den Buchenwald von Berlin im Winter macht, könnt ihr euch nach der Wanderung in der Grumsiner Brennerei aufwärmen (Wirtschaftshof 3, 16278 Angermünde | Website), denn hier gibt es Schnaps und Gin.

Anreise

Am einfachsten klappt die Anreise mit dem Auto. Parkt einfach an der Touristeninformation und spaziert von dort los.

Wolletzsee in Brandenburg
Die kleinen Hütten am Wolletzsee sind richtig fotogen

Fonduewandern am Wolletzsee

Unsere allerliebste Wanderung in Brandenburg: die Fonduewanderung rund um den Wolletzsee. Wie das geht? Ganz einfach: Entweder ihr lasst euch im Flair Hotel Weiß einen Fonduerucksack mit Käse, Brenner, Wein und regionalen Spezialitäten zusammenstellen oder ihr packt euch genau diesen Rucksack selbst.

Dazu braucht ihr einen Campingkocher inkl. Topf, Fonduekäse und natürlich Brot und andere Snacks. Mit dem Rucksack geht es dann auf zum Wolletzsee. Dieser ist vor allem perfekt für eine Fonduewanderung, weil er am durch seine Lage am Rande des UNESCO-Biosphärenreservats unglaublich idyllisch liegt und vor allem zum Sonnenuntergang die süßen Holzhäuschen im Winter noch einmal viel schöner wirken.

Wir empfehlen die folgende Strecke für einen Ausflug inkl. Fondueset: Los geht es am Strandbad Wolletzsee (Zum Wolletzsee 56, 16278 Angermünde | Website). Von hier aus folgt ihr dem grünen Punkt auf dem weißen Quadrat. Die Wanderung hat eigentlich eine Gesamtstrecke von 17 Kilometern, die müsst ihr aber nicht komplett laufen, um ein Gefühl für den Wolletzsee im Winter zu bekommen. Es reicht ein kurzer Spaziergang auf die andere Seite des Sees zum Picknickpunkt „Adlerquelle“. Hier gibt’s eine Bank inkl. Tisch in direkt Seenähe – perfekt für das Fonduepicknick!

Anreise
Mit der Bahn bis nach Angermünde, von dort mit dem Bus 462 oder 452 zum Strandbad Wolletzsee.

Reiseführer

Ihr sucht nach weiteren Ideen für Ausflüge in und um Berlin? Im Folgenden findet ihr unsere liebsten Reiseführer für Berlin und Brandenburg.

Fragen zum Winter in Berlin?

Her damit! Wir freuen uns über eure Fragen in den Kommentaren.

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